Archiv für ‘DRS Tagesgespräch’

18. Mai 2013

«Die Spieler wissen genau, dass sogar noch mehr drin liegt»

Acht Spiele, acht Siege: Die Schweiz steht an den Eishockey-Weltmeisterschaften im Halbfinal und spielt um eine Medaille. Gast von Susanne Brunner ist Ueli Schwarz, der Chef des Nationalteam-Trainers Sean Simpson.Noch vor einem Jahr forderten viele vom ihm die Entlassung Simpsons. Doch Ueli Schwarz, Direktor Leistungssport beim Schweizerischen Eishockeyverband Swiss Icehockey, hielt zu seinem Trainer, nun ist der Mannschaft in Stockholm der grösste Erfolg seit 15 Jahren gelungen.  Schwarz erklärt das Erfolgsrezept des Schweizer Teams – und warum es sich auch aufs Büro übertragen lässt. Und er sagt, warum es in der Nachwuchsförderung Goldgräber und Goldschmiede brauche.

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17. Mai 2013

«Man entwickelt ein Gespür für Gefahr»

Recherchieren zwischen Anschlägen und Entführungen: Radio-SRF-Korrespondentin Karin Wenger ist zurückgekehrt aus Afghanistan und Pakistan. Im Tagesgespräch bei Ivana Pribakovic erzählt sie über spannende Begegnungen: wie jene mit einem Selbstmordattentäter und sexmüden Müttern.Wie ist es, als Korrespondentin diese Länder zu bereisen, als Journalistin, als Frau? Was erzählten ihr die einheimischen Frauen über ihre Zukunftswünsche, was der Drogenhändler über seine Arbeit? Und: Lässt sich in Afghanistan und Pakistan auch Schönes, Erfreuliches entdecken? Karin Wenger erzählt im Tagesgespräch. 

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16. Mai 2013

Hans-Jörg Bertschi, Verwaltungsratspräsident Hupac AG

Wenn der Fels will, steht alles still. Der Felssturz am Gotthard machte dem Transportunternehmen Hupac letztes Jahr Probleme. Gast von Susanne Brunner ist Hans-Jörg Bertschi, Verwaltungsratspräsident der Hupac Intermodal SA. Der Transportunternehmer und Chef der Bertschi AG Dürrenäsch betont allerdings, dass ihm am Gotthard auch anderes als ein Felssturz Probleme mache. Er forderte an der Hupac-Bilanz-Medienkonferenz am Vormittag in Zürich einen Vollausbau der Gotthardstrecke. «Der Gotthard-Basistunnen kann für den Güterverkehr auf der Schiene einen Durchbruch bringen», erklärt Jörg Bertschi im Tagesgspräch. «Aber um die Möglichkeiten voll ausschöpfen zu können, brauchen wir einen durchgehenden Vier-Meter-Korridor von Norden nach Süden.» Eine Milliarde Franken würde dieser zusätzliche Ausbau kosten. «Aber nur so können wir die angestrebte Verlagerungspolitik vorantreiben», stellt Bertschi klar.

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16. Mai 2013

Matthias Zschokke

Schon mit seinem ersten Buch «Max» hat Matthias Zschokke vor gut 30 Jahren den Robert-Walser-Preis erhalten. Nun, mehr als ein Dutzend Bücher, Theaterstücke und Filme später, hat der 59jährige Schweizer Autor eben einen der Eidgenössischen Literaturpreise und damit 25 000 Franken erhalten.Matthias Zschokke lebt seit langem in Berlin. Als Preisträger hat er an den Solothurner Literaturtagen gelesen, und er ist jetzt vor einem kleinen Publikum Gast von Urs Siegrist im SRF-Radiostudio in der Cantina del Vino am Landhausquai in Solothurn.

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16. Mai 2013

Marc Lehmann nach den bulgarischen Parlamentswahlen

Ein EU-Land am Rande: In Bulgarien hat die Partei des bürgerlichen Ex-Premier-Ministers Borissow die Parlamentswahl gewonnen. Gast von Susanne Brunner ist SRF-Osteuropa-Korrespondent Marc Lehmann in Sofia.«Das war ein taktisch cleverer Schachzug von Borissow», sagt Marc Lehmann. «Mit seinem Rücktritt hat er den Protesten den Wind aus den Segeln genommen.» Die Protestbewegung sei für diese Wahlen schlicht noch nicht bereit gewesen, urteilt der SRF-Osteuropa-Korrespondent. Jetzt ist die konservative Gerb-Partei zwar wieder stärkste politische Kraft im Land, nur: Weil sie im Parlament keine Mehrheit erreicht, ist sie auf Koalitionen angewiesen. Eine Patt-Situation zeichnet sich ab. «Bulgarien bräuchte jetzt aber dringend eine Regierung, die das Land aus der Krise führen kann.» Denn: In den letzten zehn Jahren haben aus wirtschaftlichen Gründen über eine Million Menschen das Land verlassen. Diese Leute fehlten jetzt in Bulgarien, sagt Lehmann. Und jene, die geblieben sind, leiden unter Arbeitslosigkeit, Armut, hohen Strom- und Gaspreisen und dem Machtmissbrauch von Clans.

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16. Mai 2013

Patrick Hohmann – Bio-Pionier und Visionär

Wie wenig darf ein T-Shirt kosten, damit es ethisch noch vertretbar ist? Patrick Hohmann, der Geschäftsführer der ausgezeichneten Garnhandelsfirma ist Gast von Ivana Pribakovic.Welchen Preis sollten Kleider haben, damit alle an der Produktion beteiligten einen fairen Lohn haben? Ethisch produzierte Kleider sind nach dem Fabrikeinsturz in Bangladesh wieder ein brandaktuelles Thema. Garnhändler Hohmann hat für Coop Naturaline eine Antwort gefunden und dafür mehrere Auszeichnungen erhalten – für  Bio-Baumwolle der ersten Stunde.

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16. Mai 2013

«Die Rente ist nicht einfach garantiert für die Zukunft»

Filz, Intransparenz und Skandale: der Ruf der Pensionskassen-Branche war vor einigen Jahren so angeschlagen, dass es einen «Mr. Pensionskasse» brauchte. Einen, der auf unser Geld aufpasst. Einen wie Pierre Triponez. Er ist Gast von Susanne Brunner.Pierre Triponez, Präsident der Oberaufsicht über die Pensionskassen, warnt davor, den Leuten Angst einzujagen, ihre Rente sei nicht sicher. Zum Beispiel im letzten Jahr hätten die Pensionskassen ihr Geld erfolgreich anlegen können. Die Politik müsse aber für die Zukunft bestimmte Weichen stellen, damit die Pensionskassen ihre Versprechen halten könnten. Der ehemalige Berner FDP-Nationalrat Triponez war viele Jahre Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbands. Er erklärt, wie genau die Oberaufsicht über die Pensionskassen arbeitet. Was tut sie, damit die Gelder der Versicherten nicht verspekuliert werden?

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16. Mai 2013

«Ich sah sofort, was Argarlandschaften an Ästhetik bieten»

Wer an Flugbilder denkt, der sieht die Swissair-Plakate, und damit erinnert er sich an Bilder von Georg Gerster. Seit 50 Jahren fotografiert der heute 85-Jährige die Welt von oben. Urs Siegrist hat mit ihm zusammen die Ausstellung «Wovon wir leben» im Fotomuseum Winterthur besucht.Was 1963 mit Flugaufnahmen im Sudan begonnen hatte, wurde zum Lebenswerk Georg Gersters. «Ich sah sofort, was Agrarlandschaften an Ästhetik bieten», sagt Gerster  «Bei meinen Bildern spielt der Zufall aber eine grosse Rolle».Jetzt sind 50 Fotografien des Schweizer Doyens der Flugbildfotografie im Fotomuseum Winterthur ausgestellt. Sie zeigen Felder, Wassergräben und Trockenmauern, oder kurz: Agrarlandschaften von oben. Sie zeigen aber auch den Kampf ums Leben, die Zerstörungen der Umwelt, die Not mit dem Wasser. Georg Gersters Motto für Fotos von oben: «Höhe schafft Übersicht – Übersicht erleichtert Einsicht und Einsicht erzeugt vielleicht Rücksicht».Im Tagesgespräch bei Urs Siegrist verrät Gerster Anekdoten aus seinem langen Arbeitsleben  – und erzählt, wegen welchem Bild er eigentlich eine Psychotherapie nötig fände…Die Ausstellung «Wovon wir leben» zeigt 50 Flugbilder oder eben Agrarlandschaften von Georg Gerster; sie ist noch bis am 26. Mai zu sehen im Fotomuseum Winterthur.

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16. Mai 2013

«Wut und Verzweiflung werden immer grösser in Spanien»

Die Krise in Spanien dauert bereits fünf Jahre, immer mehr Menschen verlieren die Stelle und und ihre Wohnungen. Der langjährige SRF-Iberien-Korrespondent Alexander Gschwind ist Gast von Urs Siegrist.«Wer in Spanien Fremdsprachen-Kurse anbietet, macht ein Bombengeschäft», sagt Alexander Gschwind. Viele junge Leute sehen ihre Zukunft nur noch im Auswandern. Auch gut qualifizierte haben bei einer Jugendarbeitslosigkeit von fast 60 Prozent keine Aussicht auf eine Stelle. Spanien hat schon eine Viertelmillion Fachkräfte verloren. Grosse Wut löst zudem die Tatsache aus, dass bereits mehrere Hunderttausend Menschen aus ihren Wohnungen vertrieben wurden und trotzdem ihre Hypothek bis zum letzten Euro abzahlen sollen. Alexander Gschwind erklärt, wieso die konservative Regierung auf die Anliegen der Vertriebenen nur wenig Rücksicht nimmt.

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16. Mai 2013

Christian Wanner: «Wir müssen jetzt sehr rasch handeln»

Der Druck auf das Bankgeheimnis, der Vormarsch des automatischen Informations-Austauschs und die Kritik an der Besteuerung ausländischer Unternehmen in der Schweiz. Christian Wanner, Solothurner Finanzdirektor und Präsident der Kantonalen Finanzdirektoren hat die Schweiz schon länger davor gewarnt, die Augen zu verschliessen.Christian Wanner ist nicht überrascht von der schnellen Entwicklung der letzten Wochen Richtung automatischen Informations-Austausch. «Ich vermute, dass sich die FDP wird anpassen müssen», sagt er zur Haltung seiner eigenen Partei. Was die Kritik an der schweizerischen Unternehmensbesteuerung angeht, glaubt Wanner, dass die Schweiz rechtzeitig eine mehrheitsfähige Lösung findet, die die internationalen Partner zufrieden stellt.Im Gespräch mit Elisabeth Pestalozzi verrät er auch, was er von der Arbeit von Finanz-Ministerin Eveline Widmer-Schlumpf hält und welche Erfahrungen als Bauer, ihm in der Finanz-Politik sehr geholfen haben.

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16. Mai 2013

«Der Verfassungsschutz war auf dem rechten Auge blind»

Am Oberlandesgericht in München hat der Prozess zu den Morden begonnen, die deutsche Rechtsextremisten des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds an Ausländern verübt haben. Gast von Urs Siegrist ist Heribert Prantl, Ressortleiter Innenpolitik der «Süddeutschen Zeitung».Der deutsche Verfassungsschutz habe bei der Ermittlung der Morde komplett versagt, sagt Heribert Prantl. Er sei völlig ahnungslos gewesen, dass in Deutschland ein Netzwerk neonazistischer Mörder entstanden sei. Stattdessen habe er im Umfeld der ermordeten türkischen und griechischen Kleinunternehmer nach mafiösen Motiven gesucht. Prantl sagt, der Verfassungsschutz habe rechte Extremisten als dumm und deshalb ungefährlich eingestuft, Linksextreme dagegen als gescheit und darum gefährlich. Im Gegensatz zum Verfassungsschutz habe die Bundesanwaltschaft jetzt bei der Vorbereitung des Prozesses eine seriöse Arbeit geleistet. Prantl erklärt, wieso er sich vom Prozess eine neue Wachsamkeit gegen rechtsextreme Verbrechen erhofft.

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16. Mai 2013

Rafael Corazza, Direktor des Weko-Sekretariats

Die Wettbewerbskommission kommt immer dann zum Einsatz, wenn sie Hinweise hat, dass der Wettbewerb nicht funktioniert. 83 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat die Weko unterdessen an ihrer Spitze steht seit bald sieben Jahren Rafael Corazza. Er ist Gast bei Elisabeth Pestalozzi.«Die Währungsvorteile sind recht gut an die Konsumenten weitergegeben worden», sagt Rafael Corazza.Kleider, Bücher, Kosmetika, die in der Schweiz viel teurer sind als jenseits der Grenze. Deutsche Autohändler, die partout nicht an Schweizer verkaufen wollen: Das alles sind Fälle für die Wettbewerbskomission des Bundes, die Weko. Deren Direktor, Rafael Corazza, sagt im Tagesgespräch, der Einkaufstourismus im Ausland habe dazu geführt, dass  auch die Produktepreise im Inland unter Druck gekommen seien. «Das Importpreisniveau in der Schweiz ist gesunken!»

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16. Mai 2013

Elsbeth Gugger zum Thronwechsel in den Niederlanden

Was ist vom neuen niederländischen Königspaar zu erwarten? Die Fragen von Urs Siegrist beantwortet Elsbeth Gugger; sie ist SRF-Korrespondentin und lebt seit 20 Jahren in Holland.123 Jahre Frauenherrschaft sind in den Niederlanden zu Ende: Königin Beatrix ist zurückgetreten, ihr Sohn Willem-Alexander ist neuer König der Niederlande, ihm zur Seite Máxima, die die Herzen der Holländer schon längst erobert hat. Wie gross ist der politische Einfluss des Königs? Und wie gross ist der Rückhalt für die Monarchie auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten?

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16. Mai 2013

«Der 1. Mai ist aktueller denn je»

Er ist der Doyen der Schweizer Linken. Gewerkschafter in den 1950er Jahren, später Parteipräsident der SP Schweiz, und während ganzen 34 Jahren sass er für die Sozialdemokraten im Nationalrat: Der 87-jährige Helmut Hubacher ist Gast von Elisabeth Pestalozzi.Die Krise in vielen europäischen Ländern zeige, dass die Arbeitsplatzsicherheit nicht garantiert sei, sagt Helmut Hubacher. Deshalb sei es wichtiger denn je, für die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzustehen. Dass die Gewerkschaften Mitglieder verlieren, sei kein so grosses Problem, wie es auf den ersten Blick den Anschein mache. Kirchen, Parteien, Vereine, alle Institutionen hätten Mühe, die Leute zum Mitmachen zu bewegen. Helmut Hubacher sieht die linke Politik als Erfolgsgeschichte: Frauenstimmrecht, AHV und das Ende des Bankgeheimnisses. Bei allen grossen Anliegen habe die SP lange im voraus Akzente gesetzt.

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16. Mai 2013

«Zuwanderung war für unser Land immer sehr positiv»

Der Bundesrat beschränkt die Vergabe von Bewilligungen für Langzeitaufenthalter aus dem ganzen EU-Raum. Ein Entscheid des Gesamtbundesrats, aber eine muss ihn verteidigen: Justizministerin Simonetta Sommaruga ist Gast von Susanne Brunner.«Die Ventilklausel ist eine Massnahme von verschiedenen, aber nicht die wichtigste, um die Zuwanderung zu beschränken», sagt Bundesrätin Sommaruga. Linke und Wirtschaftsvertreter sagen, die Ventilklausel nütze nichts und schade viel. Sogar der Bundesrat meint, die Ventilklausel werde die Zuwanderung in die Schweiz kaum bremsen. «Es gibt nicht nur eine Lösung, nicht einen Weg, der die Einwanderung bremst», wehrt sich Bundesrätin Sommaruga. Und überhaupt sei Zuwanderung wichtig für die Schweiz. Nur zu viel Einwanderer auf einmal seien problematisch. «Mit der Ventilklausel allein kann man das Vertrauen der Bevölkerung nicht gewinnen, sie ist nur ein Mittel», der Bundesrat könne diese Frage eh nicht allein lösen, ihren Teil beitragen müssten auch die Wirtschaft und die Städte, so die Bundesrätin im Tagesgespräch bei Susanne Brunner. Klar hoffe der Bundesrat, dass die Unternehmer das Potential an Arbeitskräften in der Schweiz nutzten.

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16. Mai 2013

Kurt Witschi

Jede Stunde Nachrichten, das Neuste aus der Welt, kurz vorgetragen das gehört zum Radio wie die Musik. Die Nachrichten von Radio SRF oder früher DRS hat ein Mann während über 40 Jahren geprägt: Kurt Witschi.Was hat sich in dieser Zeit bei den Radio-Nachrichten verändert? Wie bleibt man die «vertrauenswürdigste Institution» des Landes, noch vor dem Bundesgericht oder dem Bundesrat? Und was hat Kurt Witschi all die Jahre bei den kurzen Meldungen gehalten, wo doch die meisten von der grossen Reportage träumen? Urs Siegrist befragt den Nachrichtenmann, der nun nach 43 Jahren und über 30 000 Nachrichtenbulletins in Pension geht.

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15. Mai 2013

Patrick Hohmann – Bio-Pionier und Visionär

Wie wenig darf ein T-Shirt kosten, damit es ethisch noch vertretbar ist? Patrick Hohmann, der Geschäftsführer der ausgezeichneten Garnhandelsfirma ist Gast von Ivana Pribakovic.Welchen Preis sollten Kleider haben, damit alle an der Produktion beteiligten einen fairen Lohn haben? Ethisch produzierte Kleider sind nach dem Fabrikeinsturz in Bangladesh wieder ein brandaktuelles Thema. Garnhändler Hohmann hat für Coop Naturaline eine Antwort gefunden und dafür mehrere Auszeichnungen erhalten – für  Bio-Baumwolle der ersten Stunde.

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14. Mai 2013

Marc Lehmann nach den bulgarischen Parlamentswahlen

Ein EU-Land am Rande: In Bulgarien hat die Partei des bürgerlichen Ex-Premier-Ministers Borissow die Parlamentswahl gewonnen. Gast von Susanne Brunner ist SRF-Osteuropa-Korrespondent Marc Lehmann in Sofia.«Das war ein taktisch cleverer Schachzug von Borissow», sagt Marc Lehmann. «Mit seinem Rücktritt hat er den Protesten den Wind aus den Segeln genommen.» Die Protestbewegung sei für diese Wahlen schlicht noch nicht bereit gewesen, urteilt der SRF-Osteuropa-Korrespondent. Jetzt ist die konservative Gerb-Partei zwar wieder stärkste politische Kraft im Land, nur: Weil sie im Parlament keine Mehrheit erreicht, ist sie auf Koalitionen angewiesen. Eine Patt-Situation zeichnet sich ab. «Bulgarien bräuchte jetzt aber dringend eine Regierung, die das Land aus der Krise führen kann.» Denn: In den letzten zehn Jahren haben aus wirtschaftlichen Gründen über eine Million Menschen das Land verlassen. Diese Leute fehlten jetzt in Bulgarien, sagt Lehmann. Und jene, die geblieben sind, leiden unter Arbeitslosigkeit, Armut, hohen Strom- und Gaspreisen und dem Machtmissbrauch von Clans.

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11. Mai 2013

Matthias Zschokke

Schon mit seinem ersten Buch «Max» hat Matthias Zschokke vor gut 30 Jahren den Robert-Walser-Preis erhalten. Nun, mehr als ein Dutzend Bücher, Theaterstücke und Filme später, hat der 59jährige Schweizer Autor eben einen der Eidgenössischen Literaturpreise und damit 25 000 Franken erhalten.Matthias Zschokke lebt seit langem in Berlin. Als Preisträger hat er an den Solothurner Literaturtagen gelesen, und er ist jetzt vor einem kleinen Publikum Gast von Urs Siegrist im SRF-Radiostudio in der Cantina del Vino am Landhausquai in Solothurn.

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9. Mai 2013

«Ich sah sofort, was Argarlandschaften an Ästhetik bieten»

Wer an Flugbilder denkt, der sieht die Swissair-Plakate, und damit erinnert er sich an Bilder von Georg Gerster. Seit 50 Jahren fotografiert der heute 85-Jährige die Welt von oben. Urs Siegrist hat mit ihm zusammen die Ausstellung «Wovon wir leben» im Fotomuseum Winterthur besucht.Was 1963 mit Flugaufnahmen im Sudan begonnen hatte, wurde zum Lebenswerk Georg Gersters. «Ich sah sofort, was Agrarlandschaften an Ästhetik bieten», sagt Gerster  «Bei meinen Bildern spielt der Zufall aber eine grosse Rolle».Jetzt sind 50 Fotografien des Schweizer Doyens der Flugbildfotografie im Fotomuseum Winterthur ausgestellt. Sie zeigen Felder, Wassergräben und Trockenmauern, oder kurz: Agrarlandschaften von oben. Sie zeigen aber auch den Kampf ums Leben, die Zerstörungen der Umwelt, die Not mit dem Wasser. Georg Gersters Motto für Fotos von oben: «Höhe schafft Übersicht – Übersicht erleichtert Einsicht und Einsicht erzeugt vielleicht Rücksicht».Im Tagesgespräch bei Urs Siegrist verrät Gerster Anekdoten aus seinem langen Arbeitsleben  – und erzählt, wegen welchem Bild er eigentlich eine Psychotherapie nötig fände…Die Ausstellung «Wovon wir leben» zeigt 50 Flugbilder oder eben Agrarlandschaften von Georg Gerster; sie ist noch bis am 26. Mai zu sehen im Fotomuseum Winterthur.

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