Archiv für ‘Focus’

25. Mai 2017

Dirk von Gehlen, Netzdenker: «Ich bin ratlos und das ist gut so»

Mit der Digitalisierung wird das, für alle identische, Durchschnittsangebot erweitert um das Prinzip der Personalisierung: Inhalte entstehen nicht mehr einzig beim Hersteller und Absender, sondern werden auf den Konsumenten zugeschnitten oder sogar von ihm selbst erstellt.Eine Städtreise nach Paris: Wir fahren mit Uber-Black vom Gare de Lyon zur Airbnb-Loft, buchen via Empfehlung von Trip-Advisor einen Tisch im Lokal unserer Wahl, gehen die paar Schritte dahin unterstützt von Google-Maps, und posten während des Dinners Bilder auf den Sozialen Medien. Die Daten, die bei unserem Treiben anfallen, liefern eine Unmenge wertvoller Informationen. In «Meta! Das Ende des Durchschnitts» skizziert der Buchautor und Journalist Dirk von Gehlen, wie wir diese Daten zu unseren Gunsten nutzen und warum er dem Kulturpragmatismus mehr abgewinnt, als dem Kulturpessimismus.

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22. Mai 2017

Buchautor Dirk von Gehlen: «Ich bin ratlos und das ist gut so»

Mit der Digitalisierung wird das, für alle identische, Durchschnittsangebot erweitert um das Prinzip der Personalisierung: Inhalte entstehen nicht mehr einzig beim Hersteller und Absender, sondern werden auf den Konsumenten zugeschnitten oder sogar von ihm selbst erstellt. Eine Städtreise nach Paris: Wir fahren mit Uber-Black vom Gare de Lyon zur Airbnb-Loft, buchen via Empfehlung von Trip-Advisor einen Tisch im Lokal unserer Wahl, gehen die paar Schritte dahin unterstützt von Google-Maps, und posten während des Dinners Bilder auf den Sozialen Medien. Die Daten, die bei unserem Treiben anfallen, liefern eine Unmenge wertvoller Informationen. In «Meta! Das Ende des Durchschnitts» skizziert der Buchautor und Journalist Dirk von Gehlen, wie wir diese Daten zu unseren Gunsten nutzen und warum er dem Kulturpragmatismus mehr abgewinnt, als dem Kulturpessimismus.

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18. Mai 2017

Philomena Schwab: «Small Talk finde ich furchtbar»

Philomena Naomi Om-Chanti Cosma Ruben Rahel Anastasia Schwab hat ziemlich viele Vornamen und ist auch sonst eine ausserordentliche junge Frau. Das Wirtschaftsmagazin «Forbes» zählt die Zürcher Gamedesignerin europaweit zu den 30 einflussreichsten Techies unter 30 Jahren.Aufgewachsen in Zürich Schwamendingen, sorgt Philomena Schwab seit einigen Jahren in der Gamebranche für Furore. Nicht erst seit sie auf der Forbes-Liste steht, ist sie eine gefragte Referentin und Interviewpartnerin. Sie sagt, Extrovertiertheit habe sie sich antrainieren müssen. Im «Focus» spricht sie übers Aufwachsen als einziges Kind einer alleinerziehenden Mutter, ihre schwindelerregende Karriere und erklärt uns die Gesellschaftsrelevanz von Videogames.

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11. Mai 2017

Faber: «Nur Loser machen der Mädchen wegen Musik»

«Ich will kein Stück vom Kuchen, ich will die ganze Bäckerei», sagt Faber gänzlich unbescheiden. Die helvetische Musikhoffnung über Süssigkeiten, Mittelmass und die zartbitteren Seiten des Lebens.Feuerwehrmann, Pirat oder Musiker – das waren die Berufswünsche des Buben Julian Pollina. Als Faber setzt der junge Zürcher seinen Kindheitstraum vom Musiker in die Tat um. Von der anfänglichen Ochsentour, mit geliehenen Canzoni in Restaurants, spielt er mittlerweile über hundert Konzerte im Jahr. Seine knarzende Rumpelmusik, gepaart mit kratzendem Gesang und mehrdeutigen Texten, lassen Hallen und Feuilleton jubeln. In „Focus spricht Faber über sein Sendungsbewusstsein und sein Verlangen nach dem Entweder und dem Oder.

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1. Mai 2017

Jean Ziegler: «Dank Che Guevara bin ich so alt geworden»

Er ist 83 geworden, hat soeben ein neues Buch veröffentlicht und ist ständig auf Achse. Jean Ziegler könnte es gemütlicher haben. Ist seine unbändige Arbeitswut ein Kampf für die Geknechteten der Welt oder gegen die eigene Vergänglichkeit? Am 1. Mai zieht Ziegler Lebensbilanz im Focus.Sein Charisma ist einzigartig, seine Reden berüchtigt, seine Rhetorik eine Wucht, sein Ego soll riesig sein. Jean Ziegler, der streitbare und streitlustige Schweizer Soziologieprofessor, UNO-Sonderberater und Ex-Parlamentarier ist eine Figur der Zeitgeschichte.Er ist Europas berühmtester Globalisierungskritiker und im Ausland bekannter (und beliebter) als in seiner Heimat. Er spricht vor der UNO, an Demos, mit Journalisten und geisselt dabei die Mächtigen der Welt. Am Tag der Arbeit ist der «Kommunist des Herzens» (Ziegler über Ziegler) zu Gast bei Dominic Dillier.

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24. April 2017

Sabrina Badir, Erfinderin: «In Mathe war ich eine Null!»

Die Biomechanikerin Sabrina Badir will ein Gerät auf den Markt bringen, das die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt berechnen kann. Dass es dafür mehr als nur Mut zum Risiko braucht, erzählt sie in der Talksendung «Focus».Wer es mit seinem Startup-Unternehmen auf die Liste der «Top 100» in der Schweiz schafft, muss die Nacht zum Tag machen. «Probleme analysieren habe ich zum Glück an der ETH gelernt», sagt die 31-jährige Forscherin lachend – und verrät, dass das Backen von Macarons die beste Medizin gegen Stress ist.

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17. April 2017

Sabrina Badir, Erfinderin

Die Biomechanikerin Sabrina Badir will ein Gerät auf den Markt bringen, das die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt berechnen kann. Dass es dafür mehr als nur Mut zum Risiko braucht, erzählt sie in der Talksendung «Focus».Wer es mit seinem Startup-Unternehmen auf die Liste der «Top 100» in der Schweiz schafft, muss die Nacht zum Tag machen. «Probleme analysieren habe ich zum Glück an der ETH gelernt», sagt die 31-jährige Forscherin lachend – und verrät, dass das Backen von Macarons die beste Medizin gegen Stress ist.

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10. April 2017

Herrin Ariadne, Domina: «Ich habe viel zu lachen»

Herrin Ariadne verdient ihr Geld mit Peitschen und Fesseln. In «Focus» verrät die Domina, weshalb «Fifty Shades of Grey» und ihr Tagewerk so weit auseinander liegen wie Himbeersirup und hochprozentiger Alkohol.Sie blicke den Menschen in die Seele, sagt Herrin Ariadne. Als Domina ist sie mit den Schattenseiten der menschlichen Psyche bestens vertraut. Warum Mitgefühl und Menschenkenntnis für ihre Arbeit wichtiger sind als Aggression und Attitüde, verrät sie im Gespräch mit Hannes Hug.

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3. April 2017

Coiffeur Christian Moser: «Ich wollte nicht erwachsen werden»

Er schneidet auch denen die Haare, die nichts dafür bezahlen können. Christian Moser ist der Coiffeur der armen Leute. Dass diese Kunden für ihn ein Verlustgeschäft sind, ist ihm egal. Denn er weiss selbst wie es ist, wenn man ganz unten ist.Erstaunlich, was eine neue Frisur bewirken kann. «Manchmal kommen Leute völlig deprimiert hierher und verlassen meinen Coiffeursalon mit neuem Selbstbewusstsein», sagt Christian Moser.Der Berner Friseur bedient auch Menschen, die kein Geld in der Tasche haben. Gemeinsam mit einem Hilfswerk bietet er den 5-Franken-Schnitt an.Sein Engagement kommt aus eigenem Antrieb. Moser hatte selbst eine schwierige Jugend mit Suchtproblemen und kriegte die Kurve laut eigenen Aussagen nur ganz knapp.Der Vater von zwei Kindern erzählt im Focus, weshalb er sich für diejenigen einsetzt, die weniger Glück hatten als er selbst.

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3. April 2017

Coiffeur Christian Moser: «Ich wollte nicht erwachsen werden»

Er schneidet auch denen die Haare, die nichts dafür bezahlen können. Christian Moser ist der Coiffeur der armen Leute. Dass diese Kunden für ihn ein Verlustgeschäft sind, ist ihm egal. Denn er weiss selbst wie es ist, wenn man ganz unten ist.Erstaunlich, was eine neue Frisur bewirken kann. «Manchmal kommen Leute völlig deprimiert hierher und verlassen meinen Coiffeursalon mit neuem Selbstbewusstsein», sagt Christian Moser.Der Berner Friseur bedient auch Menschen, die kein Geld in der Tasche haben. Gemeinsam mit einem Hilfswerk bietet er den 5-Franken-Schnitt an.Sein Engagement kommt aus eigenem Antrieb. Moser hatte selbst eine schwierige Jugend mit Suchtproblemen und kriegte die Kurve laut eigenen Aussagen nur ganz knapp.Der Vater von zwei Kindern erzählt im Focus, weshalb er sich für diejenigen einsetzt, die weniger Glück hatten als er selbst.

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20. März 2017

Kuno Lauener: «Mein Fussballtrainer fand Hasch in meinen Hosen»

Sie läuft langsam, die alte Maschine, aber sie läuft zuverlässig und präzise. Fünf Jahre sind vergangen seit dem letzten Album «Göteborg» – und die Schweiz dürstet regelrecht nach neuer Musik von Züri West. Kuno Lauener erzählt im Focus, wie sie den Motor dieses Mal zum Laufen brachten.Züri West sind zurück und zeigen der Konkurrenz, wie man mit Stil glaubwürdig altert. Es spielt nicht Barcelona gegen Paris Saint-Germain, sondern Schachtar gegen Gent, wenn Kuno vor dem Fernseher feststellt, dass wieder ein Tag vergangen ist, an dem man sich nicht getrennt hat.Die neuen Songs sind nachdenklich, trist – und authentisch. Bevor das Album «Love» am 24. April offiziell erscheint, gibt Kuno Lauener im Gespräch mit Dominic Dillier Einblicke ins Innenleben seiner Band und erzählt, wie er als Captain mit zwei neuen Spielern in die 33. Saison startet.

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13. März 2017

Rapper Knackeboul: «Ich bin nicht der lustige Beatboxer»

Er ist Rapper, Komiker, YouTube-Star, Moderator, Entwicklungshelfer, Facebook-Aktivist. Mal wird Knackeboul des Gutmenschentums bezichtigt, mal wird er als Kommerzschlampe verunglimpft. Ja, was denn nun?In den letzten Tagen und Wochen meldet sich Knackeboul wieder regelmässig auf sozialen Medien zu Wort. Es ist eine seiner vehementesten Rollen – die des debattierenden Welterklärers. Knackeboul ist für sein Engagement für eine bessere, gerechtere Welt fast genauso berühmt geworden wie für seine kommerziellen Auftritte als Rapper, Entertainer und Moderator. Ist er moderner Missionar oder geht bloss sein Sendungsbewusstsein manchmal mit ihm durch?

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6. März 2017

Sternekoch Nenad Mlinarevic: «Drei Zutaten müssen reichen»

Nenad Mlinarevic kocht ohne Olivenöl und Pfeffer, dafür mit Witz und Leichtigkeit. In «Focus» spricht der Koch des Jahres über sein Erfolgsrezept, Kulinarik als Religionsersatz und Wichtigtuer ohne Tischmanieren.Tattoos von Fenchel und Randen zieren die Arme von Nenad Mlinarevic. Anstelle von Foie Gras, Hummer und Steinbutt – den Eckpfeilern der Gourmetküche – kredenzt der Spitzenkoch streng Saisonales aus der Region. Auch ohne Olivenöl lässt Mlinarevic nichts anbrennen.In Rekordzeit hat er sich Mützen, Sterne und den Titel «Koch des Jahres» erkocht. Der Sternekoch über Pseudoveganer, Foodporn und Gemüse-Tattoos – im Gespräch mit Hannes Hug.

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6. März 2017

Sternekoch Nenad Mlinarevic: «Drei Zutaten müssen reichen»

Nenad Mlinarevic kocht ohne Olivenöl und Pfeffer, dafür mit Witz und Leichtigkeit. In «Focus» spricht der Koch des Jahres über sein Erfolgsrezept, Kulinarik als Religionsersatz und Wichtigtuer ohne Tischmanieren.Tattoos von Fenchel und Randen zieren die Arme von Nenad Mlinarevic. Anstelle von Foie Gras, Hummer und Steinbutt – den Eckpfeilern der Gourmetküche – kredenzt der Spitzenkoch streng Saisonales aus der Region. Auch ohne Olivenöl lässt Mlinarevic nichts anbrennen.In Rekordzeit hat er sich Mützen, Sterne und den Titel «Koch des Jahres» erkocht. Der Sternekoch über Pseudoveganer, Foodporn und Gemüse-Tattoos – im Gespräch mit Hannes Hug.

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27. Februar 2017

Kunsthistoriker Jörg Scheller: «Heavy Metal ist Freiheit»

Jörg Scheller lehrt an der Zürcher Akademie der Künste, trotzdem hält er vom elitären Kunstbetrieb wenig. Weshalb Motörhead genauso wichtig sind wie Monet und warum er grundsätzlich nicht mehr unterscheidet zwischen Pop- und Hochkultur, erzählt Scheller im Gespräch mit Dominic Dillier.«Bodybuilding ist eine Kunstform», sagt der Kulturwissenschaftler Jörg Scheller. Auch der lange Zeit belächelte Heavy Metal sei längst zum Kulturgut geworden. Der 37-jährige Stuttgarter hat über Arnold Schwarzenegger doktoriert und steht für einen radikalen Brückenschlag zwischen E- und U-Kunst. Scheller ist Gast in der Talksendung Focus.

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20. Februar 2017

Filmemacherin Petra Volpe: «Ich lebe meinen Traum»

«Schneewittchen» war ihr erster Film – gesehen als Kind im Aargauer Landkino. Heute schreibt Petra Volpe Drehbücher und macht ihre eigenen Filme.Wer ist die Frau hinter Filmen wie «Heidi», «Traumland» und aktuell «Die göttliche Ordnung»?Für ihr Werk «Traumland» verbrachte sie Tage mit Prostituierten auf dem Strassenstrich, für ihren aktuellen Film über die Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz («Die göttliche Ordnung») lebte sie zeitweise in den Archiven.Petra Volpe macht offenbar keine halben Sachen. Und das mit Erfolg: Ihre Werke begeistern Publikum und Filmjurys im In- und Ausland.Woher ihr Arbeitseifer rührt und warum gerade «Schneewittchen» ihre Liebe zum Film geweckt hat, verrät Regisseurin Petra Volpe in «Focus».

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20. Februar 2017

Filmemacherin Petra Volpe: «Ich lebe meinen Traum»

«Schneewittchen» war ihr erster Film – gesehen als Kind im Aargauer Landkino. Heute schreibt Petra Volpe Drehbücher und macht ihre eigenen Filme.Wer ist die Frau hinter Filmen wie «Heidi», «Traumland» und aktuell «Die göttliche Ordnung»?Für ihr Werk «Traumland» verbrachte sie Tage mit Prostituierten auf dem Strassenstrich, für ihren aktuellen Film über die Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz («Die göttliche Ordnung») lebte sie zeitweise in den Archiven.Petra Volpe macht offenbar keine halben Sachen. Und das mit Erfolg: Ihre Werke begeistern Publikum und Filmjurys im In- und Ausland.Woher ihr Arbeitseifer rührt und warum gerade «Schneewittchen» ihre Liebe zum Film geweckt hat, verrät Regisseurin Petra Volpe in «Focus».

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13. Februar 2017

Rapperin Big Zis: «Ich bin ein Blöffsack»

Grossmäulig betrat die kleingewachsene Big Zis Ende er 90er-Jahre als Rapperin das Parkett. Bald zählte sie die Sonntagszeitung zu den 100 wichtigsten Köpfen des Landes. Seit sie 2010 einen Swiss Music Award gewann, ist es aber ruhig um sie geworden.Das Leben der Big Zis, ist eines mit überraschenden Wendungen. Mit 16 zieht es die Winterthurerin weg von Zuhause nach Zürich in die Hausbesetzerszene. Dort findet sie zum Hip Hop. Big Zis macht, nachdem sie aus dem Gymnasium fault, eine Lehre als Zimmerin, arbeitet auf Baustellen, macht Musik, gewinnt Preise, holt die Matura nach, studiert Film und Philosophie, bricht das Studium wieder ab und wird Mutter. Big Zis hat innerhalb von sechs Jahren drei CDs aufgenommen und innerhalb der darauffolgenden sechs Jahre drei Kinder zur Welt gebracht. Etwas halbbatzig zu machen, ist offensichtlich nicht so ihr Ding. Jetzt arbeitet sie an einem neuen Album.

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6. Februar 2017

Tamedia-Chef Christoph Tonini: «20 Minuten ist auch Journalismus»

Das waren noch Zeiten, als die Tamedia ihr Geld mit dem Tages-Anzeiger verdiente. Unter der Führung von Christoph Tonini wurde das grösste Schweizer Verlagshaus zum digitalen Gemischtwarenladen, das vor allem in Plattformen wie Homegate oder Ricardo investiert. Und der Journalismus, Herr Tonini?Alternative Fakten, Fake-News, Twitter-Lügen. Kritischer Journalismus ist zwar wichtiger denn je, aber niemand will mehr dafür bezahlen. Einzige Konstante in der Medienbranche scheint der Gewinn der Tamedia. Mehr als 300 Millionen Franken waren es 2015. CEO Christoph Tonini wurde dafür mit einem Millionensalär belohnt.Gleichzeitig baut der Medienkonzern im Zeitungsgeschäft seit Jahren Stellen ab und es stellt sich die Frage, wie man die journalistische Qualität halten will. Wie wichtig ist dem gelernten Offsetdrucker Tonini der Journalismus? Der CEO der Tamedia AG ist Gast im Focus bei Dominic Dillier.

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6. Februar 2017

Tamedia-Chef Christoph Tonini: «20 Minuten ist auch Journalismus»

Das waren noch Zeiten, als die Tamedia ihr Geld mit dem Tages-Anzeiger verdiente. Unter der Führung von Christoph Tonini wurde das grösste Schweizer Verlagshaus zum digitalen Gemischtwarenladen, das vor allem in Plattformen wie Homegate oder Ricardo investiert. Und der Journalismus, Herr Tonini?Alternative Fakten, Fake-News, Twitter-Lügen. Kritischer Journalismus ist zwar wichtiger denn je, aber niemand will mehr dafür bezahlen. Einzige Konstante in der Medienbranche scheint der Gewinn der Tamedia. Mehr als 300 Millionen Franken waren es 2015. CEO Christoph Tonini wurde dafür mit einem Millionensalär belohnt.Gleichzeitig baut der Medienkonzern im Zeitungsgeschäft seit Jahren Stellen ab und es stellt sich die Frage, wie man die journalistische Qualität halten will. Wie wichtig ist dem gelernten Offsetdrucker Tonini der Journalismus? Der CEO der Tamedia AG ist Gast im Focus bei Dominic Dillier.

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