Archiv für ‘Zeitgenossen’

März 17th, 2020

Dietrich Grönemeyer: „Der Mensch an sich steht nicht mehr im Mittelpunkt“

Der Radiologe Prof. Dietrich Grönemeyer fürchtet um den Humanismus in der Medizin.

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März 14th, 2020

Ines Geipel: Der Osten hat ein „Erzählloch“

Ines Geipel ist das, was man eine unbequeme Zeitgenossin nennt. Die ehemalige DDR-Hochleistungssportlerin und Tochter eines Stasi-Spions kritisierte schon früh das Zwangsdoping des DDR-Regimes und musste daraufhin ihre Sportkarriere beenden. 1989 floh sie aus dem Land, noch bevor die Mauer fiel. Im Westen kämpfte Ines Geipel danach unermüdlich gegen das, was ihr in der DDR widerfahren war.

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März 14th, 2020

Albrecht von Boeselager: „Kein Mensch verlässt aus Lust und Tollerei seine Heimat“

Seit 2014 ist der Deutsche Albrecht von Boeselager Großkanzler des Malteserordens und bestimmt die Geschichte des Ordens maßgeblich mit. 2019 wurde er für weitere 5 Jahre in seiner Position bestätigt. Boeselager stammt aus Altenahr und ist ein Sohn von Philipp von Boeselager, der zum innersten Kreis der Attentäter auf Adolf Hitler um Graf Stauffenberg gehörte.

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März 14th, 2020

Schwester Dr. Katharina Ganz: „Die Frauenfrage treibt mich um.“

Frauen sollen die Machtfrage stellen. Seit vielen Jahren kämpft die Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen für Gleichberechtigung in der katholischen Kirche. Was Kirche ausmacht, darüber dürften nicht allein geweihte Männer bestimmen, meint die couragierte Theologin, die die Rolle der Frau auch vor Papst Franziskus öffentlich zur Sprache gebracht hat.

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März 14th, 2020

Waldrudis Hoffmann: „Plötzlich wusste ich, ich bleibe in Rom!“

Die Kunsthistorikerin Waldrudis Hoffmann, geboren in der Eifel, kam für ein Jahr nach Rom, um zu prüfen, ob die Stadt für sie etwas werden könnte. Und dann folgte sie ihrer Eingebung und ist nun 30 Jahre in Rom geblieben. „Es war meine beste Entscheidung“, sagt die Kunstführerin. In Rom führt sie interessierte Kulturtouristen, schult deren Sinne durch Sehen und macht Abdrücke von antiken Plastiken.

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März 14th, 2020

Ulrich Raulff: „Das kapieren auch die bildungsstrengen deutschen Museumsleute“

Kulturorte können Innenstädte verändern, Kunstmuseen und andere Kulturangebote können Stadtquartiere prägen – vor allem, wenn Kulturinstitutionen sich nicht nur an ihre übliche Klientel wenden, sondern sich für die gesamte Gesellschaft öffnen. Das ist die These von Ulrich Raulff. Auch die Imagepolitik dank spektakulärer Architektur spielt für Ulrich Raulff eine wichtige Rolle.

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März 14th, 2020

Timothy Garton Ash, Historiker: „Deutschland ist meine zweite Heimat”

„Mein Vorbild war George Orwell“, sagt Timothy Garton Ash über seine Berichte aus den 1980er Jahren zum Umbruch in Ostmitteleuropa. Als „engagierter Zuschauer“ beschrieb er das Ende des Kommunismus in Polen, Ungarn, der Tschechoslowakei und der DDR. Der 64jährige lernte Deutsch, weil ihn Thomas Mann faszinierte. Heute nennte er Deutschland „meine zweite Heimat“.

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März 14th, 2020

Andrea Römmele: „Zofft Euch, aber richtig!“

Andrea Römmele war in den Wahlkampfteams von Gerhard Schröder und Hillary Clinton, lehrte an renommierten amerikanischen Universitäten und forscht jetzt an der „Hertie School of Governance“. Ihr Interesse konzentriert sich auf den Einfluss digitalen Medien auf die politische Kommunikation.

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März 14th, 2020

Manfred Lütz: „Ohne christliche Wurzeln wird unsere Gesellschaft eiskalt“

Der Zeitgeist ist mit Sicherheit nicht römisch-katholisch. Er hält Religion für ein Wahnsystem, Gott für eine Projektion und Kirchgänger für nicht mehr ganz zurechnungsfähig. Der tief gläubige Theologe Manfred Lütz steht demnach naturgemäß wider den Zeitgeist. Einerseits. Andererseits ist Manfred Lütz ein anerkannter Psychotherapeut und Psychiater. Seelenkunde und Seelenheil bilden bei ihm eine gelungene Symbiose.

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März 14th, 2020

Michael Gees: „Könnte sein, dass daraus was wird“

„Ich weiß nichts. Alles, was jetzt kommt, lasse ich mir einfalle““, diese Situation ist dem Pianisten Michael Gees am liebsten – auf dem Konzertpodium oder beim Unterrichten. Als Liedbegleiter renommierter Sänger ist er auf den Bühnen der Welt zu Hause. Schon immer hat er sich auch für die Improvisation interessiert, die sich so schwer integrieren lässt in den Konzertbetrieb. Aber Gees ist ein Querdenker.

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März 14th, 2020

Eva Cancik-Kirschbaum: „Museen sind Lern- und Bildungsorte“

Eva Cancik-Kirschbaum ist eine profilierte Altorientalistin. In ihrer Arbeit forscht sie nach den antiken Ursprüngen unseres Alltags – von Zeitrechnung und Kalendersystem bis zur Entstehung des modernen Rechtswesens. Die gebürtige Tübingerin Cancik-Kirschbaum landet bei ihrer Arbeit, ob gewollt oder ungewollt, mitten in aktuellen politischen Konflikten.

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März 14th, 2020

Wolfgang Thierse, Politiker, im Gespräch

„Wenn man den Aspekt des Zusammenbruchs der DDR betont, sollte man zugleich den Charakter der friedlichen Revolution nicht bestreiten“, sagt der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse im Rückblick zum Fall der Berliner Mauer am 9.11. 1989.

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März 14th, 2020

Norbert Gstrein, Schriftsteller

Der Tiroler Schriftsteller Norbert Gstrein spricht nicht nur über sein aktuelles vielgelobtes Werk „Als ich jung war“ und worauf es ihm ankommt in der Literatur, sondern auch über eine Kindheit in den Bergen und warum er kein Mathematiker werden wollte.

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März 14th, 2020

Henning Harnisch, Basketballer und Kulturwissenschaftler

Er ist Europameister, Basketballer des Jahres und bei den Olympischen Spielen 1992 trat er mit der Nationalmannschaft gegen Michael Jordan und das „Dream Team“ an: Henning Harnisch. Er war nie der typische Star, machte eine Lehre als Buchhändler und studierte nach seinem frühen Karriereende Kulturwissenschaften.

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März 14th, 2020

Thomas Röske, Leiter der Sammlung Prinzhorn in Heidelberg

Die Heidelberger Sammlung Prinzhorn, eine der interessantesten Kunstsammlungen Deutschlands, wird oft als Fundus von „Outsider-Art“ qualifiziert, weil sie auf künstlerischen Zeugnissen aus psychiatrischen Anstalten beruht. Hans Prinzhorn, der Gründer der Sammlung, sprach 1922 von „Bildnerei der Geisteskranken“. Thomas Röske dagegen legt Wert darauf, nach Qualität auszuwählen. Er findet in den Werken der Sammlung vor allem ästhetische Antworten auf vordringliche gesellschaftliche Fragen.

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März 14th, 2020

Aleida und Jan Assmann, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2018, im Gespräch

Aleida und Jan Assmann erhalten in wenigen Tagen gemeinsam den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018. „Hoch verdient!“ lauteten viele Kommentare, als die Nachricht bekannt wurde. Denn das Forscher-Duo begründete das Konzept vom „kulturellen Gedächtnis“ als Ergänzung zur kollektiven Erinnerung und zur Faktengeschichte. Ihre hoch spannenden Bücher regten ein ganzes Wissenschafts-Spektrum von der Ägyptologie bis zur Holocaust-Forschung an. Im Gespräch mit Rainer Volk erzählt das Paar aber auch über seinen Gedankenaustausch, die Liebe zur klassischen Musik – und die Vereinbarkeit von wissenschaftlichen Interessen und Familie.

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März 14th, 2020

Filmproduzentin Regina Ziegler: Ein Leben mit den Stars

Ein Leben mit Filmstars, Festivals und einem heißen Draht zum Bankberater: Regina Ziegler ist für manche immer noch die „mächtigste Frau im deutschen Filmgeschäft“. Auf jeden Fall war sie die erste deutsche Filmproduzentin, als sie im Jahr 1973 mit geliehenem Geld und viel Enthusiasmus ihre eigene Produktionsfirma gründete. In einer Zeit, als Frauen beim Film entweder als Schauspielerin oder allenfalls als Assistentin ihr Geld verdienten. Ihr erster Film „Ich dachte, ich wäre tot“, mit ihrem späteren Mann Wolf Gremm als Regisseur, gewann gleich den Bundesfilmpreis. Es folgten mit „Die große Flatter“, „Solo für Klarinette“ oder der Fernsehserie „Weissensee“ über 500 Film- und Fernsehproduktionen. Viele Erfolge, einige Rückschläge und ein Leben unter dem Motto „Geht nicht, gibt’ nicht!“.

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März 7th, 2020

Ilko-Sascha Kowalczuk: „Das größte Glücksgefühl, das ich je hatte”

„1989/90 war das tiefste Glücksgefühl, das ich je hatte, für mich zählten nur Freiheit, Freiheit, Freiheit”. So erinnert sich der 1967 geborene Ostberliner Ilko-Sascha Kowalczuk an das Ende der DDR vor 30 Jahren. Als freier Historiker hat er sich seither der Erforschung der DDR-Geschichte verschrieben und gilt als einer der besten Kenner des SED-Regimes.

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März 3rd, 2020

Gisela Friedrichsen: „Das Böse existiert“

Ihre Geschichten handeln von Gewalt und Schuld, von Mördern, Entführern, Kinderschändern. Nach Hunderten von Strafprozessen ist die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen überzeugt: „Das Böse existiert“. Das Schreiben sei für sie der Versuch, bei alldem die Kontrolle zu behalten. Der Mord an Walter Lübcke und der Anschlag von Hanau deuten für Friedrichsen darauf hin, dass der rechte Terror uns noch über Jahre hinweg begleiten wird.

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Februar 29th, 2020

Remo H. Largo: Jeder Mensch ist ein Unikat

Remo H. Largo ist einer der wichtigsten Erziehungsexperten im deutschsprachigen Raum. Unter seiner Leitung sind die berühmten Zürcher Longitudinalstudien entstanden, die die Entwicklung von mehr als 900 Kindern von der Geburt bis ins Erwachsenenalter dokumentieren. Sein lebenslanges Interesse gilt der Frage, wie der Mensch am besten seine Individualität leben kann.

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