Archiv für ‘Hörbar Rust’

16. Januar 2018

Bastian Pastewka

Der 4. April ist kein Tag wie jeder andere. Zwei Typen namens Bill Gates und Paul Allen gründen eine Software-Klitsche, Take That spielen ihr letztes Konzert vor ihrer Trennung und Bochum feiert die Geburt von Bastian Pastewka, der dann allerdings lieber in Bonn aufwächst. Die Schulzeit – naja. Und danach? Studiert Bastian, um vielleicht Museumspädagoge zu werden. Vielleicht aber auch nicht, denn der junge Mann merkt, dass er sich viel lieber mit seinem ungewöhnlich stark ausgeprägten Talent für Humor, für Pointen, Timing und Parodien beschäftigt. Der Rest ist Geschichte: Er wird festes Mitglied der Wochenshow und steht nicht nur als Brisko Schneider als der beliebteste Komiker Deutschlands für zahlreiche Projekte vor der Kamera, dreht mit Oliver Kalkofe 2 „Wixxer“-Filme, spielt Theater, synchronisiert und darf seit 2005 Bastian Pastewka in der Serie „Pastewka“ verkörpern, von der es jetzt endlich eine neue Staffel gibt. Wir freuen uns über seinen Besuch. Hallo Liebe Liebenden! Freuen

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9. Januar 2018

Annette Frier

Im Köln kommt die Schauspielerin zur Welt und in Köln lebt sie bis heute – als Teil der Frier-Familien-Sippe, bestehend aus der Mutter und 3 Töchtern plus Anhang. Annette hätte Hockey-Star werden oder ins Hotel-Gewerbe gehen können, aber das Mädchen entscheidet sich für eine Schauspielausbildung in: klar, Köln. Heute ist Annette Frier so etwas wie eine Allzweckwaffe, ein Super-Adapter für Komisches, Ernstes und gesellschaftlich Relevantes. In Berlin ist sie endlich mal wieder auf der Bühne in „Gott der Allmächtige“ zu sehen. Vorher schaut sie hier noch im Studio vorbei, am Sonntag in der Hörbar Rust auf radioeins.

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26. Dezember 2017

Ulrich Matthes

1987 wählte das Fachblatt „Theater heute“ Matthes zum „Schauspieler des Jahres“. Man muss schon ziemlich viel richtig gemacht haben im Leben, wenn eine solche Auszeichnung auch 30 Jahre später noch genau so aktuell ist und wäre. Matthes kam in Berlin zur Welt, als Westend-Boy und Sohn eines bekannten Journalisten. Das Kind arbeitete als Synchronsprecher und Schauspieler und holte seine Pubertät dann vielleicht ja in seinen frühen Zwanzigern nach, wozu es natürlich gehörte, dass Studium abzubrechen. Matthes würde seinen Weg als Schauspieler machen, ihm war das früh klar, anderen aber auch, wenn sie sahen, wie sich dieser junge Mann in seinen Rollen auflöste. Dieses Auflösen und Brennen hat sich Ulrich Matthes auf der Bühne und vor der Kamera erhalten können. Wahrscheinlich hatte er gar keine Wahl. Seine Mitwirkung an Filmen gilt als Qualitätssiegel, auch wenn es schade ist, dass er zu selten die Gelegenheit hat, lustig sein zu dürfen. Heute am Mittag des Heiligen Abends rauscht er mit

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19. Dezember 2017

Claes Bang

Haben Sie „The Square“ schon im Kino gesehen? Tun Sie sich den Gefallen. Ein schwedischer Film, der zu Recht in Cannes die Goldene Palme gewonnen hat. Und ein Film, für dessen Herstellung der dänische Hauptdarsteller Claes Bang fast 3 Monate lang täglich über seine Grenzen ging. Claes Bang wuchs auf der dänischen Insel Fünen auf, verlebte eine recht turbulente Kindheit und hielt – trotz einiger Ups and Downs – an seinem Wunsch fest, Schauspieler werden zu wollen. Als Theater- und Fernsehschauspieler ist Bang in Skandinavien längst etabliert, auch in deutschen Produktionen tauchte und taucht er auf. Aber reicht ihm das? Nein. Das große Kino sollte es sein und wie heißt es so schön: man muss immer genau überlegen, was man sich wünscht – es könnte in Erfüllung gehen. Denn Bang ist seit „The Square“ international gefragt und bevor er wegfliegt auf der Woge des Erfolgs, ziehen wir ihn noch mal kurz für zwei Stunden in ein kleines Radio-Studio, vor ein einfaches Mikrofon am kommenden Sonnta

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12. Dezember 2017

Christian Brückner

Wer lediglich eine angenehme Männerstimme hört, sobald Christian Brückner anfängt zu sprechen, der wurde wahrscheinlich von einem noch unentdeckten Naturvolk sozialisiert oder verbrachte die letzten 50 Jahre unter Wasser. Oder im All. Denn Brückner ist nicht nur einer der besten, vielleicht der beste Hörbuch-Interpret und Rezitator, er ist auch der bekannteste männliche Synchronsprecher. Robert De Niro, Alain Delon, Warren Beatty, um nur ein paar zu nennen. Es ist ein bißchen Fluch und sehr viel Segen zugleich, mit dieser Stimme geboren worden zu sein, denn die Assoziationen der Menschen verselbständigen sich, dagegen kann man gar nichts tun.1943 kam Brückner im schlesischen Waldenburg zur Welt, wuchs in Köln auf und studierte in Berlin. Von hier aus begann dann auch seine Karriere als Sprecher. Für die Details, die zwischen damals und heute liegen, haben wir am Sonntag zwei Stunden und lauschen seiner Stimme und seinen Geschichten in der Hörbar Rust.

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7. Dezember 2017

Sebastian Fitzek

Schon immer war der 13. Oktober ein besonderer Tag: Nero wird Kaiser, in Würzburg gründet sich die CSU, in Berlin kommt ein Autor zur Welt, der das nervenaufreibende Genre „Psychothriller“ zuverlässig mit Bestsellern füllt. Dabei fing alles ganz harmlos an: der Lehrersohn spielt Tennis und Schlagzeug, studiert sogar Jura, aber dann rutscht er irgendwie in die Medienbranche und wird – mit Mitte 20 – Programmdirektor und Chefredakteur beim Berliner Rundfunk. Doch der Mann, dem die Medienwelt offensteht, ist nicht wirklich zufrieden.Das Gefühl der Zufriedenheit stellt sich erst ein, als Fitzek seinen 1. Roman herausbringt, „Die Therapie“. Mit diesem Debüt wird er für einen Preis nominiert, er schreibt weiter, ein Buch nach dem anderen, landet einen Erfolg nach dem anderen. In mehr als zwanzig Sprachen wurden die Romane des 46jährigen bislang übersetzt.Aber welche Songs hört er wohl? Thriller? Psycho Killer? Wir finden es heraus – mit Sebastian Fitzek in der Hörbar Rust.

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28. November 2017

Simi Simon

Das Rad neu zu erfinden ist bekanntermaßen vergebene Liebesmüh. Hellhörig wird man aber dann, wenn bekannte Zutaten zu etwas Besonderem führen und das passiert ja manchmal, wofür Simi Simon ein gutes Beispiel ist. Für das Leben der in Trier geborenen 50jährigen ist bislang nur eines typisch: was sie baut, reißt sie wenig später selbst ein. Weiter, neu, anders. Sie eröffnet ein Restaurant, studiert, führt einen illegalen Club in Friedrichshain.

Schön und gut, aber die Leidenschaft leidet. Bis Simi auf die Idee kommt, in einer Neuköllner Kneipe, in der sie kellnert, eine Show ins Leben zu rufen, mit allem Pipapo. Die Location ist immer die selbe und die Begeisterung der Berliner auch: Irgendetwas treibt Simi Simon an und dieses Irgendetwas springt auf ihre Zuschauer und Gäste über.

Im echten Leben arbeitet Simi als Sozialarbeiterin in Neukölln, aber alle 2 Monate fährt der Fame in sie ein. Falls Sie nicht wissen, von wem wir sprechen: es wird Zeit, sie kennenzulernen am Sonntag

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21. November 2017

Peter Wohlleben

Vielleicht sind Anspruch und Auftrag dieses Mannes bereits in seinem Nachnamen verankert: Wohl-Leben. Schon als kleiner Junge zog es den gebürtigen Bonner in den Wald. Um ein Haar hätte er Biologie studiert, aber dann wurde es doch ein Studium der Forstwirtschaft und Wohlleben arbeitete 20 Jahre als Beamter in der Landesforstverwaltung Rheinland-Pfalz. Mit zunehmender Erfahrung wuchs sein Unbehagen gegenüber der klassischen Forstwirtschaft. Kahlschläge, Monokulturen, Pestizide, die Jagdlobby – es gab und gibt viel, das man ändern sollte, um das Ökosystem Wald zu retten. Und so begann der Förster, sein Wissen niederzuschreiben. 16 Bücher in 10 Jahren. Heute ist Wohlleben Deutschlands meistgelesener Autor, allein sein Buch „Das geheime Leben der Bäume“ verkaufte sich allein in Deutschland über 700.000 mal. Längst rangieren weitere Bücher von ihm auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten. Das ist großartig – aber es wird sein Leben auch komplett auf den Kopf gestellt haben. Schön, da

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14. November 2017

Stefan Stoppok

Es war einmal ein Sänger, dem die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestierte, er sei vermutlich der einzige, dem es wirklich gelungen sei, den Blues angemessen auf deutsch zu singen. Seit 40 Jahren macht Stefan Stoppok jetzt Musik und seit 40 Jahren wird er zuverlässig wohlwollend als Anti-Star gefeiert – weil er Erfolg hat, obwohl er nicht die Charts hochkrabbelt, weil er neue Fans bekommt, ohne die alten zu verlieren. Eigentlich ist er ja Musiker, aber irgendjemand muss die Texte ja schreiben und die sind klug und humorvoll, ohne witzig wirken zu wollen. Gebürtig kommt der Mann aus Hamburg, wo er auch inzwischen wieder lebt. Seine Kindheit aber verbrachte er in Essen, tingelte jahrelang als Straßenmusiker durch Europa und brachte 17, eigentlich aber 28 Alben heraus. Stefan Stoppok ist der ewige Geheimtipp, schade und schön ist das zugleich. Die zahlreichen Auszeichnungen haben ihn gefreut, aber er wollte nie einer dieser Menschen werden, die sich selbst auf dem Weg zum Erfolg abhand

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7. November 2017

Matze Hielscher

Der Junge wächst im kleinen, brandenburgischen Gröden auf. Möglicherweise lernt er dort, wie man Möbel verkauft, das gilt es gleich zu verifizieren. Aber ob das nun so ist oder nicht: Matze zupft den Bass und gründet mit ein paar Freunden die Band „Virginia Jetzt“. Dank Virginia verändert sich jetzt sein Leben, Konzerte, Tourneen, Festivals stehen auf dem Plan, es läuft gut. 2010 ist dennoch Schluss mit lustig, die Band löst sich auf und Matze Hielscher organisiert mit seinem Freund und Geschäftspartner Pierre wilde Parties und vergnügliche Events in Berlin. Läuft gut, so gut, dass die 2 das inzwischen erfolgreichste digitale Städtemagazin des Landes gründen: „Mit Vergnügen“. Wer sich hier aufhält, bekommt mehr als das Kinoprogramm und ein paar Veranstaltungstipps. Der Laden brummt, das Team wächst. Eine gute Idee, Herr Hielscher. Aber wir würden gerne mehr erfahren über das Leben drumherum und die Musik darin – am Sonntag an der Hörbar Rust.

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31. Oktober 2017

Michalis Pantelouris

„Liebe zukünftige Lieblingsfrau“, begann die erste einer Reihe wöchentlicher Kolumnen, „Liebe zukünftige Lieblingsfrau, ich werde so wahnsinnig müde, wenn ich daran denke, dass ich mich nochmal komplett erklären muss. Alles von vorne: Wer ich bin und wo ich herkomme, mein Verhältnis zu meinen Eltern und Schwestern und warum ich mit über 40 immer noch keine eigene Frisur habe, sondern einfach immer die benutze, die meine Friseurin mir gerade mitgibt.“ Mit diesen Briefen an Unbekannt und dem Konzept, sein Innerstes klug, lustig und emotional nach außen zu tragen, wurde der gebürtige Hamburger Michalis Pantelouris bekannt. Als Journalist und Autor ist er längst ein Profi, auch als Gast in den politischen Talkshows, für den Fall, man braucht jemanden, der informiert und humorvoll ist. Das alles beherrscht Michalis aus dem FF. Nur die Liebe, die sprang ihm plötzlich von den Gleisen und machte Platz für’s Traurigsein und die Suche nach einem Neuanfang. Den wir als Leser begleiten können.

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26. Oktober 2017

Joko Winterscheidt

In Waldniel bei Mönchengladbach wuchs ein quirliger Junge mit seinen beiden älteren Schwestern heran. Nachdem Winterscheidt eine Ausbildung zum Werbekaufmann nicht beendete, landete er, wie so viele vor und nach ihm, bei „Irgendwas mit Medien“, in seinem Fall bei einer renommierten Produktionsfirma. 2005 ging’s für ihn zu MTV und damit endlich vor die Kamera. Joko traf Klaas Heufer-Umlauf, die Musiksender hinkten bereits, mit „MTV Home“ moderierten sie ihre erste gemeinsame Sendung und wurden bald von ZDFneo abgeworben. Der Rest ist Geschichte, ausgezeichnet mit allen nur erdenklichen Fernsehpreisen. Als letzte Hoffnungsträger des Fernsehens gelten und galten sie, und ja, Paare will man immer zusammen, Adam & Eve, Ernie und Bert, aber Joko und Klaas gibt es gerne auch einzeln. Und am Sonntag war eben Joko Winterscheidt an der Hörbar Rust.

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19. Oktober 2017

Gisbert zu Knyphausen

Auf einem 23 Hektar großen Weingut kann man sich bestimmt gut verstecken, man kann den ganzen Tag Trauben pflücken und sich selbstvergessen in die Sonne legen. Vielleicht ging es so los, das Leben von Gisbert, der mit seinen Brüdern im hessischen Rheingau aufwuchs, wo die Familie in 8. Generation ebenjenes Weingut besitzt. Etwas unstet probiert der junge Mann mal dies und mal jenes, studiert kurz in Berlin, dann in den Niederlanden um schließlich in Hamburg zu landen und endlich Musik zu machen. Leise, traurig, klug und eindringlich sind seine Songs, gleich das erste Solo-Album 2008 wird bejubelt. Gisbert lernt den Musiker Nils Koppruch kennen, gemeinsam werden sie „Kid Kropphausen“ und wären es vielleicht bis heute, doch Koppruch stirbt 2012 mit gerade mal 46 Jahren. Eine harte Zäsur. Gisbert zu Knyphausen tourt ein bißchen mit anderen Musikern, schreibt seine Songs und hat sie jetzt, nach 7 langen Jahren, endlich in ein neues Album gepackt. Wir freuen uns sehr über seinen Besuch hi

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10. Oktober 2017

Sebastian Blomberg

Die persönlichen Interviews, die Blomberg bislang gegeben hat, lassen sich an zwei Händen abzählen. So gut wie fest steht: geboren in Bergisch Gladbach, aufgewachsen in Bad Homburg, musikalische Familie, Internat. Mitte der 90er lässt er sich am Max-Reinhardt-Seminar zum Schauspieler ausbilden. Fast zieht er es durch, aber da sind so viele interessante Angebote, denen er lieber nachgeht.

Wien, Basel, Zürich, Hamburg, Berlin. Und tolle Filme, für die man den „schlanken Mann mit den markanten Augenbrauen“ gerne besetzt: Anatomie, Väter, Alles auf Zucker, Der Baader-Meinhof-Komplex, Zeit der Kannibalen.

Wer ihn an der Seite von Anke Engelke in „Wellness für Paare“ gesehen hat, ahnt, dass in diesem Mann sogar Humor stecken muss. Wir sind dem nachgegangen…

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3. Oktober 2017

Andrea Zietzschmann

Die neue Intendantin der Berliner Philharmoniker wächst im Schwarzwald auf, in einem Ort, der sicherlich auch Walt Disney gefallen hätte. Sie besucht die Jugendmusikschule, spielt Geige und studiert schließlich in Freiburg, Wien und Hamburg VWL, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft. Damit ist der Koffer für ihre weiteren Unternehmungen gut gepackt. Bald gründet sie, unterstützt von Stardirigent Claudio Abbado, der große Stücke auf sie hält, ein eigenes Orchester. Da ist man nicht mehr nur Musiker, da muss organisiert werden, geplant, improvisiert, 1000 Interessen unter einem Hut. 2003 entschließt sich Andrea Zietzschmann zu einem ähnlichen und doch neuen Schritt: sie wird Orchestermanagerin des Hessischen Rundfunks und übernimmt zehn Jahre später die Leitung der Ensembles und Konzertreihen beim NDR. Als die Stelle der Intendanz der Berliner Philharmoniker frei wurde, fiel die Wahl überzeugend auf sie. Ein spannender Job. Herzlichen Glückwunsch und herzlich Willkommen am Sonntag in

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26. September 2017

Adele Neuhauser

„Volksschauspielerin“ sei ein Begriff, der auf sie zutreffe, findet Adele Neuhauser. Spätestens seit sie an der Seite von Harald Krassnitzer die Bibi Fellner im Wiener Tatort spielt, gilt Neuhauser als eine der interessantesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum. Adele, Tochter einer österreichischen Mutter und eines griechischen Vaters, kommt in Athen zur Welt. Die Eltern ziehen mit den Kindern nach Wien und trennen sich schließlich. Das Mädchen hadert mit dem Leben, unternimmt zahlreiche Selbstmordversuche und weiß im Nachhinein selbst nicht, ob es wirklich sterben wollte. Eher nicht. Aber die große Schwere löst sich erst auf, als sie selbst Mutter wird. Adele Neuhauser reüssiert auf zahlreichen Theaterbühnen, bekommt erste Rollen für’s Kino und Fernsehen und darf spät, aber dafür umso überzeugender 2005 ihren Durchbruch in der höchst erfolgreichen österreichischen Serie „4 Frauen und ein Todesfall“ feiern. Inzwischen hat sie sich längst etabliert, ein komisches Wort für je

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19. September 2017

Sigrid Nikutta

Die heutige Chefin der BVG verbringt ihre Kindheit und Jugend im ostwestfälischen Enger. Das Mädchen liebt Mathematik und Fremdsprachen, überhaupt macht ihr das Lernen Spaß. Nikutta studiert Psychologie in Bielefeld, arbeitet parallel, um sich das Studium zu finanzieren, entwickelt ein ausgeprägtes Interesse für Wirtschaft und setzt sich früh Ziele: mit 40 möchte sie ein Unternehmen lenken. Und: Familie haben. Sigrid Nikutta kommt zu keinem Zeitpunkt auf die Idee, sich zwischen dem einen oder dem anderen entscheiden zu müssen und das Leben gibt ihr Recht. Sie arbeitet in verschiedenen verantwortungsvollen Führungs-Positionen bei der Deutschen Bahn, deren Tochterfirma in Polen und bewirbt sich 2010 initiativ auf eine Zeitungsannonce als Chefin für die BVG, dem mit 14.000 Mitarbeitern größten deutschen Nahverkehrsunternehmen. Seit 2013 schreibt das ehemals verschuldete landeseigene Unternehmen wieder schwarze Zahlen, seine Chefin kann zufrieden sein …

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12. September 2017

Yasha Young

Über Yasha selbst ist kaum etwas zu lesen, über das, was sie angestossen hat, dafür umso mehr. Mit jahrelanger Erfahrung, einem starken Willen und dem Talent, andere für gute Ideen zu begeistern, hat sie in den letzten 15 Jahren Berlin zu einer wichtigen Plattform für exzellente und phantasievolle Street-Art gemacht. ie werden das kennen: man biegt um eine Ecke und einem stockt der Atem: auf Brandmauern oder ganzen Gebäuden prangen Motive und Bilder von großer Schönheit, extrem professionell angefertigt. „Urban Nation“ und „Projekt M“ – wer’s nicht kennt, wird es in dieser Hörbar kennenlernen.

Und auch, wenn es eigentlich paradox ist, konnte es Yasha gelingen, den Plan für ein „Museum for Urban Contemporary Art“ zu verwirklichen. Kommen Sie mit, am Sonntag zu einem Ausflug in die Berliner Kunstszene und ein bißchen auch durch Yasha Youngs Leben.

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9. September 2017

Dirk Martens alias "Freddy Leck"

Die Evolution sieht so etwas in der Regel nicht vor, aber eigentlich wäre es für diesen Mann besser gewesen, hätte er mit Rollen unter den Füßen zur Welt kommen dürfen, denn bis zum heutigen Tag zog Dirk Martens fast 30 mal um, davon elf mal während seiner Schulzeit.Als erste große Liebe des gebürtigen Mühlheimers gilt, wie bei vielen Menschen, die Musik. Wenn sich alles im Leben ständig ändert – geliebte Songs bleiben…

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18. Juli 2017

Annika Line Trost

Bei einer Weltbevölkerung von geschätzten 7,5 Milliarden Menschen wird es unter Umständen keinen Zweiten geben, in dessen Biografie ein Satz wie dieser auftaucht: „Ein Filmangebot als lesbische Nazi-Krankenschwester lehnte sie ab.“ In ihrer Biografie taucht er auf, neben anderen skurrilen und schlüssigen Stationen. Frau Trost ist eine Tochter Spandaus, sie ist Sängerin, Songwriterin, hatte eigene Bands, arbeitete u.a. mit den Prinzen oder Boss Hoss, schrieb ein Buch und moderiert die Tanzhalle auf radioeins. Zudem hat sie Kinder, einen Mann und einen Hund. Und wenig Zeit. Aber ein bisschen, zwei Stunden lang am Sonntag ist Annika Line Trost in der Hörbar Rust auf radioeins.

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