Archiv für ‘Hörbar Rust’

14. November 2017

Stefan Stoppok

Es war einmal ein Sänger, dem die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestierte, er sei vermutlich der einzige, dem es wirklich gelungen sei, den Blues angemessen auf deutsch zu singen. Seit 40 Jahren macht Stefan Stoppok jetzt Musik und seit 40 Jahren wird er zuverlässig wohlwollend als Anti-Star gefeiert – weil er Erfolg hat, obwohl er nicht die Charts hochkrabbelt, weil er neue Fans bekommt, ohne die alten zu verlieren. Eigentlich ist er ja Musiker, aber irgendjemand muss die Texte ja schreiben und die sind klug und humorvoll, ohne witzig wirken zu wollen. Gebürtig kommt der Mann aus Hamburg, wo er auch inzwischen wieder lebt. Seine Kindheit aber verbrachte er in Essen, tingelte jahrelang als Straßenmusiker durch Europa und brachte 17, eigentlich aber 28 Alben heraus. Stefan Stoppok ist der ewige Geheimtipp, schade und schön ist das zugleich. Die zahlreichen Auszeichnungen haben ihn gefreut, aber er wollte nie einer dieser Menschen werden, die sich selbst auf dem Weg zum Erfolg abhand

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7. November 2017

Matze Hielscher

Der Junge wächst im kleinen, brandenburgischen Gröden auf. Möglicherweise lernt er dort, wie man Möbel verkauft, das gilt es gleich zu verifizieren. Aber ob das nun so ist oder nicht: Matze zupft den Bass und gründet mit ein paar Freunden die Band „Virginia Jetzt“. Dank Virginia verändert sich jetzt sein Leben, Konzerte, Tourneen, Festivals stehen auf dem Plan, es läuft gut. 2010 ist dennoch Schluss mit lustig, die Band löst sich auf und Matze Hielscher organisiert mit seinem Freund und Geschäftspartner Pierre wilde Parties und vergnügliche Events in Berlin. Läuft gut, so gut, dass die 2 das inzwischen erfolgreichste digitale Städtemagazin des Landes gründen: „Mit Vergnügen“. Wer sich hier aufhält, bekommt mehr als das Kinoprogramm und ein paar Veranstaltungstipps. Der Laden brummt, das Team wächst. Eine gute Idee, Herr Hielscher. Aber wir würden gerne mehr erfahren über das Leben drumherum und die Musik darin – am Sonntag an der Hörbar Rust.

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31. Oktober 2017

Michalis Pantelouris

„Liebe zukünftige Lieblingsfrau“, begann die erste einer Reihe wöchentlicher Kolumnen, „Liebe zukünftige Lieblingsfrau, ich werde so wahnsinnig müde, wenn ich daran denke, dass ich mich nochmal komplett erklären muss. Alles von vorne: Wer ich bin und wo ich herkomme, mein Verhältnis zu meinen Eltern und Schwestern und warum ich mit über 40 immer noch keine eigene Frisur habe, sondern einfach immer die benutze, die meine Friseurin mir gerade mitgibt.“ Mit diesen Briefen an Unbekannt und dem Konzept, sein Innerstes klug, lustig und emotional nach außen zu tragen, wurde der gebürtige Hamburger Michalis Pantelouris bekannt. Als Journalist und Autor ist er längst ein Profi, auch als Gast in den politischen Talkshows, für den Fall, man braucht jemanden, der informiert und humorvoll ist. Das alles beherrscht Michalis aus dem FF. Nur die Liebe, die sprang ihm plötzlich von den Gleisen und machte Platz für’s Traurigsein und die Suche nach einem Neuanfang. Den wir als Leser begleiten können.

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26. Oktober 2017

Joko Winterscheidt

In Waldniel bei Mönchengladbach wuchs ein quirliger Junge mit seinen beiden älteren Schwestern heran. Nachdem Winterscheidt eine Ausbildung zum Werbekaufmann nicht beendete, landete er, wie so viele vor und nach ihm, bei „Irgendwas mit Medien“, in seinem Fall bei einer renommierten Produktionsfirma. 2005 ging’s für ihn zu MTV und damit endlich vor die Kamera. Joko traf Klaas Heufer-Umlauf, die Musiksender hinkten bereits, mit „MTV Home“ moderierten sie ihre erste gemeinsame Sendung und wurden bald von ZDFneo abgeworben. Der Rest ist Geschichte, ausgezeichnet mit allen nur erdenklichen Fernsehpreisen. Als letzte Hoffnungsträger des Fernsehens gelten und galten sie, und ja, Paare will man immer zusammen, Adam & Eve, Ernie und Bert, aber Joko und Klaas gibt es gerne auch einzeln. Und am Sonntag war eben Joko Winterscheidt an der Hörbar Rust.

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19. Oktober 2017

Gisbert zu Knyphausen

Auf einem 23 Hektar großen Weingut kann man sich bestimmt gut verstecken, man kann den ganzen Tag Trauben pflücken und sich selbstvergessen in die Sonne legen. Vielleicht ging es so los, das Leben von Gisbert, der mit seinen Brüdern im hessischen Rheingau aufwuchs, wo die Familie in 8. Generation ebenjenes Weingut besitzt. Etwas unstet probiert der junge Mann mal dies und mal jenes, studiert kurz in Berlin, dann in den Niederlanden um schließlich in Hamburg zu landen und endlich Musik zu machen. Leise, traurig, klug und eindringlich sind seine Songs, gleich das erste Solo-Album 2008 wird bejubelt. Gisbert lernt den Musiker Nils Koppruch kennen, gemeinsam werden sie „Kid Kropphausen“ und wären es vielleicht bis heute, doch Koppruch stirbt 2012 mit gerade mal 46 Jahren. Eine harte Zäsur. Gisbert zu Knyphausen tourt ein bißchen mit anderen Musikern, schreibt seine Songs und hat sie jetzt, nach 7 langen Jahren, endlich in ein neues Album gepackt. Wir freuen uns sehr über seinen Besuch hi

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10. Oktober 2017

Sebastian Blomberg

Die persönlichen Interviews, die Blomberg bislang gegeben hat, lassen sich an zwei Händen abzählen. So gut wie fest steht: geboren in Bergisch Gladbach, aufgewachsen in Bad Homburg, musikalische Familie, Internat. Mitte der 90er lässt er sich am Max-Reinhardt-Seminar zum Schauspieler ausbilden. Fast zieht er es durch, aber da sind so viele interessante Angebote, denen er lieber nachgeht.

Wien, Basel, Zürich, Hamburg, Berlin. Und tolle Filme, für die man den „schlanken Mann mit den markanten Augenbrauen“ gerne besetzt: Anatomie, Väter, Alles auf Zucker, Der Baader-Meinhof-Komplex, Zeit der Kannibalen.

Wer ihn an der Seite von Anke Engelke in „Wellness für Paare“ gesehen hat, ahnt, dass in diesem Mann sogar Humor stecken muss. Wir sind dem nachgegangen…

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3. Oktober 2017

Andrea Zietzschmann

Die neue Intendantin der Berliner Philharmoniker wächst im Schwarzwald auf, in einem Ort, der sicherlich auch Walt Disney gefallen hätte. Sie besucht die Jugendmusikschule, spielt Geige und studiert schließlich in Freiburg, Wien und Hamburg VWL, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft. Damit ist der Koffer für ihre weiteren Unternehmungen gut gepackt. Bald gründet sie, unterstützt von Stardirigent Claudio Abbado, der große Stücke auf sie hält, ein eigenes Orchester. Da ist man nicht mehr nur Musiker, da muss organisiert werden, geplant, improvisiert, 1000 Interessen unter einem Hut. 2003 entschließt sich Andrea Zietzschmann zu einem ähnlichen und doch neuen Schritt: sie wird Orchestermanagerin des Hessischen Rundfunks und übernimmt zehn Jahre später die Leitung der Ensembles und Konzertreihen beim NDR. Als die Stelle der Intendanz der Berliner Philharmoniker frei wurde, fiel die Wahl überzeugend auf sie. Ein spannender Job. Herzlichen Glückwunsch und herzlich Willkommen am Sonntag in

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26. September 2017

Adele Neuhauser

„Volksschauspielerin“ sei ein Begriff, der auf sie zutreffe, findet Adele Neuhauser. Spätestens seit sie an der Seite von Harald Krassnitzer die Bibi Fellner im Wiener Tatort spielt, gilt Neuhauser als eine der interessantesten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum. Adele, Tochter einer österreichischen Mutter und eines griechischen Vaters, kommt in Athen zur Welt. Die Eltern ziehen mit den Kindern nach Wien und trennen sich schließlich. Das Mädchen hadert mit dem Leben, unternimmt zahlreiche Selbstmordversuche und weiß im Nachhinein selbst nicht, ob es wirklich sterben wollte. Eher nicht. Aber die große Schwere löst sich erst auf, als sie selbst Mutter wird. Adele Neuhauser reüssiert auf zahlreichen Theaterbühnen, bekommt erste Rollen für’s Kino und Fernsehen und darf spät, aber dafür umso überzeugender 2005 ihren Durchbruch in der höchst erfolgreichen österreichischen Serie „4 Frauen und ein Todesfall“ feiern. Inzwischen hat sie sich längst etabliert, ein komisches Wort für je

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19. September 2017

Sigrid Nikutta

Die heutige Chefin der BVG verbringt ihre Kindheit und Jugend im ostwestfälischen Enger. Das Mädchen liebt Mathematik und Fremdsprachen, überhaupt macht ihr das Lernen Spaß. Nikutta studiert Psychologie in Bielefeld, arbeitet parallel, um sich das Studium zu finanzieren, entwickelt ein ausgeprägtes Interesse für Wirtschaft und setzt sich früh Ziele: mit 40 möchte sie ein Unternehmen lenken. Und: Familie haben. Sigrid Nikutta kommt zu keinem Zeitpunkt auf die Idee, sich zwischen dem einen oder dem anderen entscheiden zu müssen und das Leben gibt ihr Recht. Sie arbeitet in verschiedenen verantwortungsvollen Führungs-Positionen bei der Deutschen Bahn, deren Tochterfirma in Polen und bewirbt sich 2010 initiativ auf eine Zeitungsannonce als Chefin für die BVG, dem mit 14.000 Mitarbeitern größten deutschen Nahverkehrsunternehmen. Seit 2013 schreibt das ehemals verschuldete landeseigene Unternehmen wieder schwarze Zahlen, seine Chefin kann zufrieden sein …

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12. September 2017

Yasha Young

Über Yasha selbst ist kaum etwas zu lesen, über das, was sie angestossen hat, dafür umso mehr. Mit jahrelanger Erfahrung, einem starken Willen und dem Talent, andere für gute Ideen zu begeistern, hat sie in den letzten 15 Jahren Berlin zu einer wichtigen Plattform für exzellente und phantasievolle Street-Art gemacht. ie werden das kennen: man biegt um eine Ecke und einem stockt der Atem: auf Brandmauern oder ganzen Gebäuden prangen Motive und Bilder von großer Schönheit, extrem professionell angefertigt. „Urban Nation“ und „Projekt M“ – wer’s nicht kennt, wird es in dieser Hörbar kennenlernen.

Und auch, wenn es eigentlich paradox ist, konnte es Yasha gelingen, den Plan für ein „Museum for Urban Contemporary Art“ zu verwirklichen. Kommen Sie mit, am Sonntag zu einem Ausflug in die Berliner Kunstszene und ein bißchen auch durch Yasha Youngs Leben.

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9. September 2017

Dirk Martens alias "Freddy Leck"

Die Evolution sieht so etwas in der Regel nicht vor, aber eigentlich wäre es für diesen Mann besser gewesen, hätte er mit Rollen unter den Füßen zur Welt kommen dürfen, denn bis zum heutigen Tag zog Dirk Martens fast 30 mal um, davon elf mal während seiner Schulzeit.Als erste große Liebe des gebürtigen Mühlheimers gilt, wie bei vielen Menschen, die Musik. Wenn sich alles im Leben ständig ändert – geliebte Songs bleiben…

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18. Juli 2017

Annika Line Trost

Bei einer Weltbevölkerung von geschätzten 7,5 Milliarden Menschen wird es unter Umständen keinen Zweiten geben, in dessen Biografie ein Satz wie dieser auftaucht: „Ein Filmangebot als lesbische Nazi-Krankenschwester lehnte sie ab.“ In ihrer Biografie taucht er auf, neben anderen skurrilen und schlüssigen Stationen. Frau Trost ist eine Tochter Spandaus, sie ist Sängerin, Songwriterin, hatte eigene Bands, arbeitete u.a. mit den Prinzen oder Boss Hoss, schrieb ein Buch und moderiert die Tanzhalle auf radioeins. Zudem hat sie Kinder, einen Mann und einen Hund. Und wenig Zeit. Aber ein bisschen, zwei Stunden lang am Sonntag ist Annika Line Trost in der Hörbar Rust auf radioeins.

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11. Juli 2017

Mario Batkovic

Seit Jahren arbeitet Batkovic als Komponist/Songwriter und Interpret für verschiedene Formationen und Projekte. Sei es für Bands, Theater oder Film, stets ist er um grösstmögliche musikalische Rücksicht gegenüber den Mitmusikern und dem Projektinhalt bemüht. Die eigene musikalische Unterschrift, die Batkovic auszeichnet, bleibt in all den unterschiedlichen Arbeiten erkennbar. Bei der Vielfalt der Projekte könnte man eines schnell vergessen: Batkovic ist in erster Linie Akkordeonist.

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4. Juli 2017

Shermin Langhoff

Das Mädchen kommt in der Türkei zur Welt und wächst bei der Oma an der ägäischen Küste auf. Shermins Mutter arbeitet in Deutschland und holt ihre neunjährige Tochter schließlich nach. Das Mädchen interessiert sich früh für Politik, engagiert sich auf Demos und Friedensmärschen. Als die Mutter in die Türkei zurückgeht, ist Shermin 17 und bleibt. Sie macht eine Lehre als Verlagskauffrau, ein Volontariat als Redakteurin und arbeitet bald in der Film- und Fernsehproduktion in verschiedenen Funktionen. Shermin Langhoff gründet ein deutsch-türkisches Kulturbüro, wird Kuratorin im Hebbel am Ufer, übernimmt 2008 die künstlerische Leitung des Ballhauses Naunynstrasse und ist seit 2013 gemeinsam mit Jens Hilje Intendantin des Maxim Gorki Theaters. Klingt alles folgerichtig und straight – war’s denn so? Wir sind gespannt – Antworten gibt es an der Hörbar Rust auf radioeins.

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27. Juni 2017

Steven Gätjen

Steven wächst mit zwei Brüdern in Hamburg auf. Nach dem Abitur will er Medizin studieren, macht, bis es so weit ist, ein Praktikum beim Radio – und zack- schnappt die Medienfalle zu. Beim MTV-Casting in London wird ihm Talentlosigkeit attestiert, durch Zufall landet er dennoch vor der Kamera und reüssiert. Jetzt läuft’s für ihn: Auf Pro7 präsentiert er bald drei große Sendungen, eine für Sat.1 und so kommt es, dass er 2001 – noch vor Günther Jauch – zum meistbeschäftigten Moderator des Landes wird. Aber das Leben verläuft in Wellen, auch bei Steven. Nach einer Auszeit gestaltet sich die Rückkehr vor die Kamera etwas hölzern, er nimmt verschiedene Jobs an, bis er schließlich als Moderator von „Schlag den Star“ und anderen Raab-Formaten zeigen kann, wie gerne und wie gut er vor der Kamera arbeitet. Seit 2016 ist Steven Gätjen nun die sogenannte Allzweckwaffe des ZDF. Der Film-Besessene ist gut im Geschäft und schwer zu erwischen. Wie schön, dass er sich dennoch Zeit nimmt für die Hörbar

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27. Juni 2017

Clueso

Der Junge wächst in Ichtershausen bei Erfurt auf. Die Schule macht ihm Spaß – wenn bloß der Unterricht nicht wäre. Thomas, wie der Junge von seinen Eltern genannt wird, versucht’s mit einer Friseurlehre, die er abbricht. Er nennt sich fortan Clueso, zieht nach Köln und widmet sich endlich der Sache, die ihn partout nicht loslässt: Musik. Der 1. Plattenvertrag, 2001 das erste Album, er spielt an die 100 Konzerte und zieht zurück nach Erfurt. Clueso hat Erfolg – irgendwie scheint alles einer höheren Logik zu folgen, bis heute, mit einer außergewöhnlichen Bilanz von mehr als einer Mio verkauften Tonträgern, 5x Gold, 2x Platin, diversen Auszeichnungen, ausverkauften Konzerten und Gigs mit Leuten wie Lindenberg und Grönemeyer. Die Erwartungen an ihn sind hoch, die Verantwortung des Künstlers ist immens, also setzt Clueso im letzten Jahr selbst das Messer an und schneidet sich frei aus seinem eigenen Erfolgssystem – für einen „Neuanfang“ – mit Erfolg. Eine spannende Geschichte, eine unter v

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27. Juni 2017

Helge Schneider

Der Tausendsassa kommt in Mühlheim an der Ruhr zur Welt. Mit 5 sitzt der Junge – offenbar freiwillig – erstmals am Klavier, im Alter von 12 kommt das Cello hinzu. Mit 15 fliegt er von der Schule und fängt mehrere Ausbildungen an, die er nicht beendet. Musik scheint die einzige Konstante zu sein, aber erst mit Anfang 20 verdient Schneider Geld durch Auftritte. Bald wird er zum ersten Mal Vater, muss und möchte seine Familie versorgen und arbeitet endlich als Profimusiker. Immer schon ist er mit einem anderen Ernst bei der Sache, anarchistisch, launisch, unbedingt humorvoll. Eigen. Spätestens seit seinen ersten kommerziellen Erfolgen mit Produktionen wie „Katzeklo“ oder dem Film „Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem“ zu Beginn der 90er-Jahre ist Helge Schneider ein eingetragenes und liebgewonnenes Markenzeichen deutscher Humor-Kultur. Vor 10 Jahren war dieser Mann zum ersten Mal hier in der Hörbar zu Gast – höchste Zeit also, um mal wieder nach dem Rechten zu sehen.

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3. Juni 2017

Nils Wülker

Wo steht Jazz eigentlich im Ranking des Gehörtwerdens hierzulande? Der Trompeter Nils Wülker tut jedenfalls viel dafür, guten Jazz zu produzieren und zu verbreiten. Das macht er auf Konzerten und Tourneen, aber auch im Studio mit Musikern wie Jill Scott, Mocky, Sasha oder Craig Armstrong, die – neben anderen – auf Wülkers vorletztem Werk zu hören sind. Im Juni bringt der gebürtige Bonner sein 9. Studioalbum „ON“ heraus. Von einem, der die Ochsentour durchzog und den Jazz von der Pike auf lernte, von einem, der antrat, um dem Jazz das zwingend Feuilletonistische zu nehmen und von einem, der uns zwei Stunden Geschichten aus seinem Leben erzählt, von den Bergen, die er besteigt und ob Trompeter gut küssen können… Heiliges Blechle! Nils Wülker zu Gast an der Hörbar Rust.

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3. Juni 2017

Marco Baldi

Baldi wächst in der Nähe von Stuttgart auf. Man wagt es gar nicht, den präzisen Namen des Ortes zu nennen: „Korb“ nämlich. Ob geografische Koinzidenz oder Schicksal – der junge Mann ist talentiert, spielt mit 17 schon für Ludwigsburg in der Bundesliga, geht nach Berlin, zurück nach Ludwigsburg, zurück nach Berlin. Denn hier wird jetzt – Pathos hin oder her – Sportgeschichte geschrieben, und zwar von ihm. Baldi übernimmt die Leitung eines kleinen, maroden Vereins und baut ihn zu einem der spannendsten und erfolgreichsten Basketball-Clubs Europas auf. Das ist inzwischen mehr als 25 Jahre her. Die Albatrosse waren die erste deutsche Mannschaft, der es gelang, ein NBA-Team zu besiegen. Achtmal waren sie Deutscher Meister, neunmal Pokalsieger. Und Marco Baldi: ist vom ersten Moment an dabei. Was Sie schon immer über Alba wissen wollten, und den Mann, der die Geschicke lenkt, hören Sie in dieser Ausgabe der Hörbar Rust auf radioeins.

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3. Juni 2017

Sophia Hoffmann

Eigentlich kommt das freche Früchtchen in München zur Welt, wenn auch nur fast. Ihre Mutter arbeitet als Lehrerin, der Vater schmeißt den Haushalt. Und er kocht, mit Leib und Seele. Sophia studiert Soziologie, bricht das Studium ab, macht eine Friseurlehre und verlebt 5 wilde, also wirklich wilde Jahre in Wien. Sie ist DJ, veranstaltet Partys, singt, feiert und lebt ungesund – bis Sophia beginnt, sich mit veganer Ernährung zu beschäftigen. Das ist viele Jahre her, inzwischen gibt’s in jedem Discounter mindestens ein Regal mit Vegan Food. Und Sophia Hoffmann gehört mit ihren Kochbüchern, ihrer undogmatischen Herangehensweise und all den außergewöhnlichen Rezepten zu denjenigen, das Ganze ins Rollen brachten. Wir freuen uns auf zwei vegane Stunden mit der süssen Rübe Sophia Hoffmann am Sonntag an der Hörbar Rust.

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