Archiv für ‘Hörbar Rust’

März 24th, 2020

Natalija Yefimkina

Wer diese Sendung kennt, der weiß: Hier kommen für gewöhnlich ein paar Stichworte zur Biografie unseres Gastes, ein paar Stationen, Hinweise, prägnante Punkte. Bitte glauben Sie uns, im Leben dieser 36-jährigen Frau gibt es so viele große und kleine Orte, Situationen und Geschehnisse, dass es schwer fiele, eine solche Zusammenstellung vorzunehmen. Vielleicht das:
Natalja Yefimkina kommt gebürtig aus der Ukraine. Als Tochter zweier russisch-ukrainischer Wissenschaftler im Sommer ’83 in Kiew geboren, flüchtete die Familie nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl nach Sibirien. 1995 ging es nach Deutschland – nach Bochum, Ulm und schließlich Berlin, wo sie heute glücklich mit ihrer eigenen kleinen Familie lebt.
Auf der Berlinale stellte sie just ihre Debutarbeit als Regisseurin vor, einen Dokumentarfilm mit dem Titel „Garagenvolk“, der sofort den Heiner-Carow-Preis abräumte und auf vielen Festivals – zu Recht – gefeiert wird. Aber alles andere, was zwischen ihrer Geburt und dem Jetzt liegt, ist ein wildes Springen über den Globus, ein Galopp durch Sorgen und Freuden und ein tolles Erleben der Welt durch ihre Augen.

Share
März 3rd, 2020

Thomas Thieme

Ein Schauspieler, der jede Zuschauerin und jeden Zuschauer zwingt, einen Bogen mehr zu denken, einmal mehr um die Kurve zu gehen bei der Betrachtung der von ihm dargestellten Figuren. Denn das sind selten die Sympathischen, die Arglosen, die Lieben. Ob virtuous in Shakespeare-Stücken oder souverän vor der Kamera: Thieme lässt für den Moment keinen Zweifel daran, dass er ist, was er spielt und dafür muss man ihn mögen, auch in den fiesen Rollen oder gerade da, bevor man sich erinnert: es ist nur eine Figur, konzentrieren wir uns doch besser auf die Handlung.

So halten wir’s ja in dieser Sendung auch. Schauen wir auf das Leben des heute 71jährigen, der mit den wichtigen Preisen seiner Branche ausgezeichnet wurde, so wurde Thomas Thieme beispielsweise zum Schauspieler des Jahres gewählt und bekam eine Goldene Kamera überreicht. Vielleicht steht sie bei ihm in der Küche, in Weimar, wo er zur Welt kam und heute auch wieder lebt!

Share
Februar 18th, 2020

Afrob

Afrob, Rapper, 43
Ein Stuttgarter Junge, ganz klar, auch wenn er in Italien zur Welt kam und jetzt seit 5 Jahren in Hamburg lebt. Nein, aber in Stuttgart bekam der Junge mit der dunkleren Hautfarbe endlich sein eigenes Immunsystem, in dem Moment nämlich, als Hip Hop in sein Leben trat. Endlich ließ sich alles besser einordnen, endlich entdeckte er neben Fußball noch andere Skills,Afrob wurde Rapper.

Erst sogenannter Feature-Artist für die Massiven Töne oder Freundeskreis, bald aber in eigener Mission, solo, mit eigenen Feature-Artists wie z.B. Ferris MC, Gentleman oder Samy de Luxe, mit dem ihn – neben gemeinsamen musikalischen Projekten – auch eine Freundschaft verbindet. Hip Hop ist keine Konstante, eher ein Gefäß, in dem sich verschiedene Sub-Genres aufhalten, von supersmart bis „isch fick deine Mutta“. Is eben so. Wir freuen uns jedenfalls, dass Afrob am Sonntag zu Gast in der Hörbar Rust ist und wir ein bißchen durch sein Leben schlendern dürfen.

Share
Februar 11th, 2020

Anja Plaschg

Wäre jede Projektion, die Anja Plaschg in den letzten 15 Jahren zuteil wurde, rund und bunt, so säße sie in einem riesengroßen Bällebad, aus dem sie mit dem Kopf kaum heraus schauen könnte. Antipopgöttin wurde sie genannt. Poetische Leidensfrau. Zu schön sei sie, zu zerbrechlich und dabei doch so talentiert. Und all das Morbide. Genau. Plaschg, eine Musikbesessene, die sich früh den Namen „Soap&Skin“ gab, gehört ganz sicher nicht zu den Künstlerinnen, die gefällig daherkommen und es sich leicht machen. Das Leben ist oft rauh und klar oder abstoßend und kühl, warum sollten die Lieder, die daraus entstehen, nicht auch so sein? Und schließlich wird die 29jährige Österreicherin als Künstlerin ja von vielen verstanden und für ihre Musik gefeiert. Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass sie sich aus Wien auf den Weg gemacht hat, um uns einen Besuch in der Hörbar Rust abzustatten.

Share
Februar 4th, 2020

Désirée Nosbusch

In tiefen und manchmal vielleicht auch schweren Gesprächen über’s Leben ist es stets tröstlich, wenn das Gegenüber einwirft: „Ich kenne das. Genau so ging’s mir auch.“ Aber wie viele Menschen sind so ins Leben gestartet wie Désirée Nosbusch? Da ist ihr außergewöhnliches Kommunikationstalent, ihre Mehrsprachigkeit, ihre Attraktivität, ihre Unerschrockenheit, mit der sie bereits 12jährig in die Mikrophone spricht, erst im Radio, bald auch im Fernsehen. Désirée geht mit 16 nach New York und studiert Schauspiel, jobbt parallel auch für europäische Medien. Natürlich trifft sie die Megastars der damaligen Zeit: Klaus Kinski, Pierre Brice, Udo Jürgens, Curd Jürgens. Das Mädchen dreht Kinofilme. Lässig, frisch und souverän moderiert sie 19jährig den Grand Prix d’Eurovision und spätestens jetzt ist ganz Europa in sie verliebt, einige sind es noch heute. Aber nehmen wir uns doch Zeit für die einzelnen Stationen der heute 55jährigen. Und so viel sei jetzt schon verraten: Ihr Besuch bei uns in der Hörbar könnte durchaus mit dem Beginn der zweiten Staffel „Bad Banks“ zu tun haben.

Share
Januar 28th, 2020

Barbara Sukowa

Ein Vamp, eine Zuckerschnute, die Mieze und die Lola beim Fassbinder, aber eben auch die Rosa Luxemburg und die Hannah Arendt in Filmen von Margarethe von Trotta. Und überhaupt hat die vielseitige Barbara Sukowa Frauen stets auf eine ganz besondere Art verkörpert, sodass sie für immer im Gedächtnis blieben – ob sie nun Historisches vollbracht hatten oder gänzlich der Fiktion entsprangen. Früh wurde die gebürtige Bremerin aufrichtig bejubelt und mit Preisen bedacht, gleich zweimal gab es den Bundesfilmpreis, gleich darauf eine Palme in Cannes – und das war quasi nur der Anfang. Vielleicht ein bisschen viel, zu schnell, zu leicht, wer weiß, vielleicht hätte sie sich gerne ein bisschen mehr Widerstand erhofft und nicht nur Beifall, jedenfalls ging sie Anfang der 90er nach New York, wo sie bis heute an der Seite des bekannten Multimediakünstlers Robert Longo, dem Vater ihres dritten Sohnes, lebt.

Share
Januar 7th, 2020

Sascha Disselkamp

Er stammt aus dem ost-westfälischen Rheda-Wiedenbrück, einem kleinen katholischen Ort zwischen Hamm und Bielefeld, wo man gut und gern aufwächst, bestimmt. Es sei denn, man trägt plötzlich etwas Wildes in sich, das dort nicht ausgelebt werden kann. Disselkamp fand dieses Wilde mit 17 in Berlin: Punkrock mit allem Drum und Dran. Er schmiss die Schule und zog in die damalige Mauerstadt. Dort lebte der heute 55-Jährige in einem besetzten Haus, spielte in einer Punkband und stand plötzlich in der Hauptrolle des Kinofilms „Die Heartbreakers“ vor der Kamera. Disselkamp hatte sich eindeutig für den richtigen Ort entschieden, auch wenn sich sein Weg noch mal änderte: Er stieg in die Gastronomie ein, wurde erst Chef des legendären „Sexton“ in Schöneberg und führt bis heute den Sage Club, längst eine Institution des Berliner Nachtlebens. Doch da knirscht es derzeit gewaltig. In Sascha Disselkamp haben wir – auch für dieses Thema – den richtigen Gesprächspartner.

Share
Dezember 31st, 2019

Dr. Jenny de la Torre Castro

Jenny de la Torre Castro, 65, Ärztin & Gründerin des Obdachlosenzentrums.
Das Mädchen wächst in den peruanischen Anden auf. Als sich die Familie im akuten Fall mit den Nachbarn um den einzigen Arzt weit und breit streiten muss, entschließt sich Jenny, selbst einmal Ärztin zu werden. Und wirklich: Sie studiert Medizin und jobbt fleißig, um sich die viel zu teuren Bücher leisten zu können. Die junge Frau bewirbt sich erfolgreich um ein Stipendium für die DDR, lässt sich an der Charité zur Chirurgin ausbilden und bekommt ein Kind. Zurück in Peru wird ihr Abschluss nicht anerkannt – absurd. Gut, dann eben wieder Berlin. Die Mauer ist bereits offen, die Stadt ist voll. Und eben auch voller Menschen, die Unterstützung brauchen, gerade medizinische: Mehr als 25 Jahre schon kümmert sich Jenny de la Torre Castro jetzt schon um Obdachlose – gemeinsam mit einigen ehrenamtlichen Ärztinnen und Helfern. Ein Gesundheitszentrum hat sie aufgebaut und eine Stiftung. Vielfach wurde sie ausgezeichnet, und Aufmerksamkeit IST ja auch wichtig. Aber Geld- oder Sachspenden sind dann doch noch ein bißchen wichtiger. Das Geld ist knapp, ihre Zeit im übrigen auch. Umso erfreulicher, dass Jenny de la Torre zu uns in die letzte Hörbar des Jahres kommt.

Share
Dezember 17th, 2019

Harald Krassnitzer

Kurz bevor das Jahr die Biege macht, fügen wir unserer Hymne an Österreich noch eine weitere Strophe hinzu. Krassnitzer wuchs im Salzburger Land auf. Ein guter Start ins Leben, solide, bescheiden und möglicherweise von einer versteckten Sehnsucht begleitet, die sich zu erkennen gab, als der Teenager erstmalig mit Theater in Berührung kam und auf einer Bühne stand. Theater! Ein freier Raum, in dem er sich sofort zu bewegen wusste, auch wenn vor der Ausbildung und ersten Engagements noch eine Ausbildung zum Speditionskaufmann stand. Der heute 59-Jährige hatte das Glück, in höchst erfolgreichen Serien zu reüssieren, bevor es ihn zum Wiener Tatort verschlug, wo er sich – neben der wunderbaren Adele Neuhauser – über gute Drehbücher und sehr gute Quoten freuen kann. Krassnitzer gilt als Volksschauspieler, als un-exaltiert, als Grübler und politischer Mensch. Wie er sich selbst sieht und welche Musik ihm dabei durch den Kopf geistern mag, erfahren wir in der Hörbar Rust…

Share
November 26th, 2019

Christoph Amend

Christoph Amend, 45, Chefredakteur der Zeit.
Oft sind es ja Verletzungen, die in unserem Leben plötzlich alle Weichen vollkommen neu stellen. Gebrochenes Herz, gebrochener Fuß – in Amends Fall war es die Wachstumsfuge, die Probleme machte. Bis dato war der Junge ein super Fußballspieler: Kreis-, Bezirks-, Hessenauswahl. Einer Profikarriere stand nichts mehr im Weg oder zumindest waren ebendiese Weichen dafür gestellt. Ein Unfall – und alles musste neu gedacht werden. Der Junge konzentrierte sich erst auf Musik, dann vermehrt auf den Journalismus und wurde schließlich doch noch so eine Art Libero in eigener Sache: bei „Jetzt“, dem Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung, das er stellvertretend leitete. Beim Tagesspiegel, wo er als Redakteur für besondere Tätigkeiten eingesetzt wurde, was ein bisschen nach Privilegien und Geheimniskrämerei klingt. Dem werden wir auf den Grund gehen. Seit 2007 leitet der 45jährige die Redaktion des Zeit Magazins. Zudem gibt es diesen Newsletter, das Buch, den Podcast. Werden wir besprechen. Mit Christoph Amend am Sonntag in der Hörbar Rust.

Share
Oktober 22nd, 2019

Düzen Tekkal

Es gibt nicht so viele Menschen, die ihr Leben einer Mission widmen, die allen zugute kommt. Erst recht nicht, wenn diese Mission auch noch unbequem und lebensbedrohlich ist. Aber Düzen Tekkal wirkt, als hätte sie da gar keine Wahl. Die 41jährige besitzt ein großes Herz, kräftige Gedanken und einen Willen, der so stark ist, dass sie sich auch mit dem IS, dem sogenannten Islamischen Staat oder den Schergen Erdogans anlegt. Deutlich und nachvollziehbar kommentierte sie beispielsweise gerade erst in dieser Woche bei Maybritt Illner und Markus Lanz die türkische Militäroffensive in Syrien. Ein Thema, bei dem sich die meisten Verantwortlichen lieber auf das weiche und verschwurbelte Kissen der Diplomatie setzen. Klare Worten findet die in Hannover geborene Tekkal, deren Eltern jesidische Kurden sind, auch beim Thema Integration. Wer die freiheitlich-demokratischen Werte dieses Landes mit all seinen Nischen und Privilegien sabotiert, dem sollen Konsequenzen drohen. Für ihre Arbeit als Autorin und Filmemacherin wurde Düzen Tekkal vielfach ausgezeichnet, fast wäre sie mal Bundesministerin für Integration geworden. Aber das kann ja noch kommen – wir sind gespannt auf Düzen Tekkal in der Hörbar Rust auf radioeins.

Share
Oktober 15th, 2019

Maria Ehrich

Inzwischen kennen wir alle jemanden, der mal ein Sabbatical genommen hat. Oder nehmen wollte. Oder wenigstens ein halbes. Und weil dann doch was dazwischen kam, wurden es im besten Fall acht freie Wochen. Die Schauspielerin Maria Ehrich, gebürtige Erfurterin, wollte mal komplett raus aus allem, erst für drei Monate, gemeinsam mit ihrem Freund Manu, aber dann wurde ein Dreivierteljahr daraus. Eigentlich lief es hier ziemlich gut für sie, Maria spielte in so erfolgreichen Produktionen wie „Das Adlon“ und „Kudamm 56“, aber irgendwas hakte.

Also: weg hier, andere Eindrücke, neue Menschen. Festgehalten wurde diese Reise als interessantes, unterhaltsames Buch und nicht minder unterhaltsame, inspirierende Dokumentation, der gefilmte Road-Trip „Leaving the Frame“. Also steigen wir doch noch mal ein in den VW-Käfer, der Maria und ihren Freund Manu tapfer und stolz 20.000 Kilometer lang begleitete und ihnen – auf dem Dach – ein Bett bot. Klingt abenteuerlich? Ganz genau. Wir sind gespannt auf die Geschichten und ihre Musik in der Hörbar Rust.

Share
Oktober 8th, 2019

Christoph Niemann

In der stündlich anschwellenden Podcast-Szene, in der es immer schwieriger wird, Aufmerksamkeit zu erzeugen, sind uns Gäste, die mit irgendeinem Superlativ aufwarten können, natürlich die Liebsten. Gerne Olympia-Gold, gerne eine Mondlandung, aber die Bezeichnung „weltbekannt“ reicht zur Not auch. Christoph Niemann ist ein weltweit bekannter und erfolgreicher Illustrator und Grafiker, seine Bücher sind Schatztruhen, voll mit liebevollen Geschichten und Beobachtungen. Nach dem Studium in Stuttgart zog der heute 48-Jährige nach New York. Es dauerte nicht lange, bis er dort reüssierte. Niemand weiß, wie viele Cover des New Yorker er inzwischen gestaltet hat und wie viele Auszeichnungen er für seine zahlreichen Arbeiten bekam. Seit 2008 lebt Niemann mit seiner Familie in Berlin.

Share
Oktober 1st, 2019

Tobias Moretti

Tobias Moretti, 60, Theater- und Filmschauspieler & Landwirt
Und der sagte mal: „Ich bin Racer – seit meiner Geburt. Ich will gewinnen, ich will vorne sein, ich will überholen. In vielen Situationen.“ Na gut, dann lassen wir uns also auf ein hohes Tempo ein, wenn nötig.

Der Schauspieler Tobias Moretti verfügt über eine eigenartige Kraft, eine Intensität, die nicht allein durch Disziplin und Talent entstehen kann. Der Regisseur Christian Schwochow bezeichnet ihn als „einzigartige Urgewalt“ und genau die teilt sich dem Zuschauer in Morettis Filmen mit, in „Der Tanz mit dem Teufel“, „Speer und Er“ oder jetzt „Deutschstunde“ – und am Theater sowieso. Der 3fache Vater kommt aus den Bergen und er lebt noch immer dort, in Tirol, nicht so ein bißchen am Rand, sondern mittendrin, weit oben. Dort führt der 60jährige mit seiner Frau einen Bergbauernhof und züchtet Rinder. Unser heutiger Gast ist ein kraftvoller und kritischer Geist, ein Wanderer zwischen den Welten. Herzlich Willkommen, Tobias Moretti.

Share
September 24th, 2019

Wolfgang Joop

„Wie eine große Diva verabschiede ich mich jede Saison für immer und bin doch wieder da. Geradezu lächerlich, dass mich keiner aus der Rolle rausschmeißt. Es wundert mich.“ An Selbstironie und einer gesunden Distanz zu sich selbst mangelt es einem der erfolgreichsten deutschen Modedesigner keineswegs. Und deshalb macht es auch so großen Spaß, seinen Aktionen und Gedanken zu folgen – auch wenn deren Inhalt längst nicht immer lustig ist. Wolfgang Joop denkt viel und er denkt schnell. Seine Sinne sind geschärft, sein Wahrnehmungsradar kennt keine Pausen. In diesem Jahr feiert der gebürtige Potsdamer seinen 75. Geburtstag. Wirklich. Wo er auftaucht, ist er everybody’s darling. Mit seiner großen Liebe Edwin an seiner Seite hat er sich eine wunderschöne Finca auf Ibiza erschaffen, wirkt fit, unverändert lebenshungrig und legt jetzt eine in Teilen ziemlich radikale Autobiografie vor – wir sind gespannt auf 2 Stunden pralles Leben Wolfgang Joop in der Hörbar Rust.

Share
September 17th, 2019

Anika Decker

Gibt es das eigentlich noch – peinliche Jobs? Oder findet sowas heute ausschließlich online statt? Wenn man der Legende glaubt, dann hat Anika Decker auf diesem Gebiet definitiv etwas vorzuweisen, einen Job beim mexikanischen Partyservice, richtig mit Hut und angeklebtem Bart. Gut, sie hat noch einiges mehr vorzuweisen, genau genommen ist sie die wohl erfolgreichste Drehbuchautorin des Landes. Die heute 44-Jährige schrieb mit Til Schweiger das Drehbuch für „Keinohrhasen“ und das Sequel „Zweiohrküken“. Zusammen mit einigen anderen Filmen, bei denen sie auch Regie führt, lockte sie mehr als 16 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer in die Kinos. Einmal, vor fast 10 Jahren, wäre ihr das Leben, so schön es war, beinahe mal abhanden gekommen, es stand auf Messers Schneide. Darüber hat Anika Decker ein Buch geschrieben. Herzlich Willkommen in der Hörbar Rust auf radoeins.

Share
September 10th, 2019

Marco Michael Wanda

Einmal einen Hit schreiben, einmal etwas komponieren, das anderen Menschen nicht mehr aus dem Kopf geht. Viele Songschreiberinnen und Komponisten hoffen, tüfteln und basteln, aber an die rätselhafte Formel für den perfekten Refrain, die perfekte Melodie kommt man nicht so einfach heran.
 
Marco Michael Wanda beherrscht genau das. Er hat die Gabe, Songs zu schreiben, die wie Creme sofort in die Haut einziehen. Und dann trägt man sie mit sich herum. Der gerade mal 32-jährige, Kopf der österreichischen Band Wanda schrieb Hits wie „Bologna“, „Bussi Baby“ oder „Columbo“.
 
Interessanterweise möchte er einen Gesellschaftsauftrag erfüllen, eine Nützlichkeit empfinden, über die Musik hinaus. Guter Ansatz, von dem wir bestimmt mehr hören werden. Nicht nur auf Wandas gerade erschienenen neuem Album „Ciau“, sondern auch direkt vom ihm selbst… 

Share
September 3rd, 2019

Rocko Schamoni

Muss oder sollte man jemanden vorstellen, der gerade sein 35-jähriges Bühnenjubiläum feiert? Gut, ein paar Sätze gibt es, schon der Höflichkeit halber. Schamoni ist fraglos ein Allrounder: Sänger, Schauspieler, Autor, Gastronom, Regisseur. Er ist das Salz in vielen Suppen. Oft haben seine Ideen die jeweiligen Projekte erst so richtig gut gemacht. Der heute 53-Jährige kam in Kiel zur Welt und wuchs im kleinen Lütjenburg auf. „Dorfpunks“ heißt das Buch, in dem er seine Kindheit und Jugend ziemlich unterhaltsam und erfolgreich beschreibt. Auch der „Pudel Club“ in Hamburg wird zu einer gewissen Unsterblichkeit beigetragen haben, seine Mitwirkung im „Studio Braun“ oder die Zusammenarbeit mit Helge Null Null Schneider. Über das Vergangene und das Aktuelle am Sonntag in der Hörbar Rust mit Rocko Schamoni.

Share
August 27th, 2019

Bodo Janssen

Wie viele Leben kann man haben, wenn man keine Katze ist?
Unser Gast durchlebte bislang mindestens 3, möglicherweise würde er sogar eine höhere Zahl nennen. Als junger Mann trug er die Prädikate „Model und Millionärssohn“, er ließ es krachen, bis er eines Tages entführt wurde. Die Geiselnehmer wollten ihn nach der Geldübergabe töten, doch er hatte Glück und wurde befreit. Und ließ es wieder krachen, jetzt erst recht. Als sein Vater bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, übernahm er die Verantwortung für 10 Hotels, mehrere hundert Ferienwohnungen und natürlich mehrere hundert Mitarbeiter. Der Umsatz war okay, aber – wie heißt es so schön – der Fisch beginnt vom Kopf zu stinken. Die Mitarbeiter lehnten ihn als Chef ab, so konnte es nicht weitergehen. Bodo Janssen suchte Hilfe in einem Benediktiner-Kloster bei Pater Anselm Grün und kam mit völlig neuen Ansätzen zurück. Jetzt ist der 45jährige sowas wie der Lieblings-Chef des Landes. Aus seiner neuen Art des Managements wurde eine Philosophie, eine Wirtschaftsphilosophie, von der offenbar alle Beteiligten profitieren. Neugierig geworden? Wir sind gespannt auf zwei Stunden aufregendes Leben mit Bodo Janssen am Sonntag in der Hörbar.

Share
August 20th, 2019

Maria von Welser

Fröschlein wird sie von ihrem Mann genannt, vielleicht abgeleitet von der Kraft, die diese Tiere aufbringen, um adhoc extrem hoch springen zu können. Kraft HAT Maria von Welser und wer sich ihre Vita anschaut, der sieht: das war schon immer so. In Bayern aufgewachsen, Leistungssportlerin, Deutsche Journalistenschule, sie wird jung Mutter, sie wird jung alleinerziehende Mutter. Welser arbeitet als Redakteurin für Münchner Zeitungen, macht erfolgreich Radio beim Bayerischen Rundfunk und übernimmt 1988 die Leitung und Moderation des 1. Frauenmagazins im Dt. Fernsehen, ML – Mona Lisa. Darin geht’s weniger um Mode oder anderes Gedöns als vielmehr um wirklich relevante Themen, um Gleichbehandlung, um internationale Frauenrechte und deren dramatische Missachtung. Bis heute widmet sich Maria von Welser in vielen Vorträgen, Lesungen und Büchern der fehlenden Gleichbehandlung von Frauen. Allerding grätscht ihr da gerade die Gesundheit dazwischen. Auch davon wird sie uns erzählen am Sonntag in der Hörbar Rust.

Share