Archiv für ‘Das aktuelle Kulturgespräch’

März 14th, 2019

Autor Micky Beisenherz spricht über sein neues Buch

„Dinge, von denen ich nichts verstehe, von denen ich aber trotzdem schreibe“ – Der Untertitel seines aktuellen Buches ist ein klarer Fall von understatement. Denn natürlich versteht Micky Beisenherz etwas von der bipolaren Insel Sylt, von Tätowierungen, der Diktatur der Dummen und von vielem mehr. Micky Beisenherz schreibt für die „heute-show“ und „Extra 3“ und er schreibt Kolumnen für den Stern, Kolumnen, die häufig das Zeug zum Aufreger haben.

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März 14th, 2019

Soziologe Armin Nassehi über kulturelle Differenzen in der Gesellschaft

„Gesellschaft verstehen“ das ist nicht nur ein Buchtitel des bekannten Soziologen Armin Nassehi, sondern die Grundlage seiner wissenschaftlichen Arbeiten. Der Herausgeber des Kursbuchs hat keine Angst vor der Widersprüchlichkeit unserer Gegenwart, ebenso wenig vor schwierigen Diskussionen, die daraus folgen.

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März 14th, 2019

Der Soziologe Heinz Bude über die Spaltung der Gesellschaft

Der Kasseler Soziologieprofessor Heinz Bude hat sich schon des öfteren mit dem Auseinanderdriften der Gesellschaft befasst. Mit denen, die sich bereits abgehängt fühlen und mit denen, die Angst davor haben abgehängt zu werden, von keinem sozialen Netz mehr aufgefangen zu werden, wenn denn mal was schief läuft. In seinem gerade erschienenen Buch befasst er sich mit einem möglich Gegenmittel gegen die Angst vor dem Absturz: die Solidarität.

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März 12th, 2019

Autorin Kia Vahland über ihre Künstlerbiografie „Leonardo da Vinci und die Frauen“

Leonardo da Vinci ist mit vielem aufgefallen: mit Geistesblitzen, Maschinenträumen, anatomischen Studien. Kia Vahland ist aber besonders fasziniert von seinen Gemälden von Frauen. Von der „Mona Lisa“ über die „Anna selbdritt“ bis zur „Dame mit dem Hermelin“. Diese Frauen sind selbstbewusst, zugewandt und zeigen komplexe Persönlichkeiten – so sieht es zumindest Kia Vahland.

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März 11th, 2019

Dota Kehr, Musikerin

Die Berliner Liedermacherin Dota Kehr schafft die gelungene Verbindung von Witz, Nachdenklichkeit und Gefühl. Deshalb ist Kehr, die als Straßenmusikerin mit dem Namen „Kleingeldprinzessin“ begann, schon seit Jahrzehnten beliebt und erfolgreich. Und weil ihre Texte kunstvoll verschlüsselt, aber manchmal auch entwaffnend direkt das Dasein erschließen, erhält sie heute (Sonntag 10.3.) den Deutschen Kleinkunstpreis. Über ihre Musik und ihre Texte sprach Dota Kehr in hr2.

Dota Kehrs Buchempfehlungen:
· Theodor Fontane: „Effi Briest“, Insel Verlag 2011
· Bernhard Schlink: „Olga“, Diogenes Verlag 2018
· Juli Zeh z.B.: „Neujahr“, Luchterhand Literaturverlag 2018
· Thomas Mann: „Der Tod in Venedig“, Fischer Verlag 1992
· Harper Lee: „Wer die Nachtigall stört …“, Übers.: Claire Malignon, rororo 2016
· Truman Capote: „Die Grasharfe“, Übers.: Annemarie Seidel, Friedrich Podszus, Suhrkamp Verlag 2017 & „Andere Stimmen, andere Räume“, Übers.: Heidi Zerning, Verlag Kein & Aber 2016
Peter Weiss: „Die Ästhetik des Widerstands“, Suhrkamp Verlag 2005

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März 11th, 2019

Dr. Michael Hohmann und Prof. Gerhard Müller-Hornbach über die Kammermusikreihe „Die Musik der Sprache“

Allein die Sprache ergibt durch unterschiedliche Tonhöhen und ihren Rhythmus Musik – und hier setzt die Kammermusikreihe in der Romanfabrik an, die den Einfluss der Sprachmelodie unterschiedlicher Sprachen auf Vertonungen deutlich macht.

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März 9th, 2019

Oberarzt David Prvulovic über Demenz, „die Hölle des Vergessens“

Sein Leben langsam vergessen, seine Fähigkeiten verlieren, im Endstadium die völlige Hilflosigkeit: Davor fürchten sich wohl die meisten.Im Rahmen unserer Gespräche über das Vergessen widmen wir uns dieser Krankheit und sprechen mit Dr. med David Prvulovic, dem Leiter der Gedächtnissprechstunde am Universitätsklinikum Frankfurt. Woran erkenne ich die Krankheit, welche Risikofaktoren gibt es und was kann ich dagegen tun?

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März 9th, 2019

Regisseur Veit Helmer über seinen Film „Vom Lokführer, der die Liebe suchte“

Der Autorenfilmer Veit Helmer liebt das Schweigen. Seit Beginn seiner Karriere dreht er Filme fast ohne Dialoge. Für seinen neuen Film „Vom Lokführer, der die Liebe suchte“ hat er Klangarchive durchforstet, um für seinen Film eine hochkünstlerischen Tonspur zu kreieren. In poetischen Bildern erzählt der Film die Geschichte eines Lokführers, der durch die Vorstädte der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku fährt und sich in eine Unbekannte verliebt.

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März 9th, 2019

Heinz Weiß, Prof. Dr. med.

Fluch des Nicht-Vergessen-Könnens | Gespräch mit Prof. Dr. med. Heinz Weiß, Leiter des medizinischen Schwerpunkts und Leiter der Ambulanz, Sigmund Freud Institut.
Das Vergessen hat keinen guten Ruf. Niemand will vergesslich sein und das krankhafte Vergessen – etwa bei der Demenz – erfüllt uns mit Schrecken. Aber das Vergessen kann auch heilsam sein. Diesem Aspekt widmen wir uns heute in einem Gespräch mit dem Leiter des medizinischen Schwerpunkts und der Ambulanz des Sigmund Freud Instituts, Prof. Dr. Heinz Weiß. Er spricht über die positiven Aspekte des Vergessens und den Fluch des Nicht-Vergessen-Könnens.

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März 9th, 2019

Autorin Dilek Güngör über ihren Roman „Ich bin Özlem“

„Meine Eltern kommen aus der Türkei“ – so beginnt Özlem jede Geschichte über sich selbst. Die junge Heldin aus Dilek Güngörs aktuellem Roman hat nichts so sehr geprägt, wie die eigene Herkunft. Aber ist es wirklich die Herkunft oder sind es die Zuschreibungen von außen, von Lehrern, Freunden und Nachbarn, die sie in ihren Lebensplänen so festgelegt haben? Als erwachsene Frau erst ahnt Özlem, wie sehr diese Erwartungen sie eingeschränkt haben… Dilek Güngör beschreibt, welche Kraft es kostet, sich in einer Gesellschaft zu behaupten, in der Zugehörigkeit, Identität und „wahre“ Herkunft eine entscheidende Rolle zu spielen scheinen.

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März 9th, 2019

Der Psychoanalytiker und Forscher am Sigmund-Freud-Institut Kurt Grünberg über die Prozesse des Verdrängens und Vergesse

Kurt Grünberg ist psychologischer Psychotherapeut in Frankfurt und wissenschaftlicher Mitarbeiteram Sigmund-Freud-Institut, dem Forschungsinstitut für Psychoanalyse und ihre Anwendungen. In der Ausstellung im Historischen Museum konzentriert sich der Themen-Komplex „Die Vergangenheit verleugnen“ auf das Verdrängen der Schuld an den Gräueltaten und der eigenen Beteiligung am Nationalsozialismus im Deutschland der 1950er und 60er Jahre: Nationales Selbstmitleid, der Wiederaufbau der zerstörten Städte und das westdeutsche „Wirtschaftswunder“ förderten die Haltung des Verdrängens und Verleugnens bei den nicht verfolgten Deutschen. Vor allem die daran beteiligten psychischen Prozesse stehen hierbei im Vordergrund. Kurt Grünberg erforscht die psychosozialen Spätfolgen der nationalsozialistischen Judenvernichtung. Er hat einen Aufsatz im Begleitbuch zu der Ausstellung „Vergessen – Warum wir nicht alles erinnern“ im Historischen Museum Frankfurt geschrieben. Darin geht es um das Forschungsprojekt „Szenisches Erinnern der Shoah“, an dem er gemeinsam mit anderen arbeiten.

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März 9th, 2019

Der Kurator von „Fokus Lyrik“ Tristan Marquardt über Programm und Anspruch des Festivalkongresses

Jan Wagner, Marcel Beyer und Nora Gomringer – das sind nur einige große Namen der Lyriker*innen, die zum Festivalkongress „Fokus Lyrik“ nach Frankfurt kommen. Ab Donnerstag, 7.3., verwandelt sich Frankfurt für vier Tage in ein Mekka der Lyrik. Im Museum für Moderne Kunst kann man Gedichte im Vorübergehen hören, es geht um die Geschichte der deutschsprachigen Lyrik und die Lage und Zukunft der Lyrik. Der junge Berliner Lyriker Tristan Marquardt ist einer der Kuratoren des Festivals, das zum größten Teil von der Bundeskulturstiftung finanziert wird. Tristan Marquardt gibt Auskunft über das Programm und die Notwendigkeit, die seit Jahren boomende Lyrikszene besser zu vernetzen.

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März 9th, 2019

Kameramann Thomas Mauch über seine Arbeit

Thomas Mauch gilt als einer der wichtigsten Akteure des deutschen Nachkriegskinos. Er drehte mit Edgar Reitz und Alexander Kluge und filmte auch Werner Herzogs „Fitzcaraldo“ und „Aquirre, der Zorn Gottes“, mit Schauspieler Klaus Kinski, dessen Wutausbrüche am Set legendär sind. Die Wirklichkeit ins Kino lassen, das war die Maxime des jungen deutschen Films, den Thomas Mauch mit seinem dokumentarische Stil prägte. Er filmt spontan, improvisierte als strikter Gegner eines Storyboards. Am 9. März wird Thomas Mauch mit dem Marburger Kamerapreis ausgezeichnet, auch dafür, so die Jury, dass er sich niemals „dem Massengeschmack anbiedert“ und „keinen aktuellen Moden blind gefolgt ist“.

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März 9th, 2019

Prof. Tilmann Habermas über unser Selbstbild und das subjektive Erinnern und Vergessen

Habermas leitet an der Frankfurter Goethe-Universität den Arbeitsbereich Psychoanalyse und arbeitet u.a. zu der Fragestellung, wie unser Selbstbild entsteht und welche Rolle dabei Erinnern und Vergessen spielen. Sein Aufsatz im Begleitbuch zur Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt ist überschrieben mit „Wir erinnern, wer wir sind“. Dabei geht es in diesem Fall weniger um ein „kollektives Wir“ als vielmehr um jede und jeden einzelnen von uns. Auf welchen Ebenen findet dieses subjektive Erinnern statt?

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März 9th, 2019

Kurator Kurt Wettengl über „Vergessen – Warum wir nicht alles erinnern“ (Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt)

Das Historische Museum Frankfurt zeigt ab dem 7.3. eine große Ausstellung zum Thema „Vergessen“ – und das aus vielen Perspektiven: von der Angst vor dem Vergessen über die Leugnung der Vergangenheit bis zum Nicht-Vergessen-Können. Arbeiten von Künstlern verbinden die thematischen Schwerpunkte. Speziell für die Ausstellung hat der Künstler Mark Dion zum Beispiel vergessene Objekte des Museums zu seinem Thema gemacht – und auch das Museum selbst wird zum Thema, denn auch hier wird vergessen und erinnert.

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März 9th, 2019

Franziska Nori, Leiterin des Frankfurter Kunstvereins, über junge Kunst

Das Rhein-Main-Gebiet ist ein wichtiger Kunst-Schauplatz. Franziska Nori, Leiterin des Frankfurter Kunstvereins, und ihr Team verfolgen regelmäßig, was sich in der jungen Kunstszene der Region tut und sie zeigen immer wieder Ausstellungen mit interessanten Positionen. „And this is us“ ist der Titel der Ausstellung, die vom 1.3. bis zum 12.5. im Kunstverein zu sehen ist. Acht junge Künstlerinnen und Künstler haben extra Arbeiten für die Ausstellung im Kunstverein geschaffen. Sie spricht darüber, wie wichtig und interessant die kuratorische Arbeit mit den Studierenden und Absolventen der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und der Frankfurter Städelschule und was in der Ausstellung „And this is us“ zu sehen ist.

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März 9th, 2019

Der Kammerchor Klangfarben aus Gießen über ihr buntes Musikprogramm (Musikszene Hessen)

Der ambitionierte Laienchor zählt derzeit 26 Sängerinnen und Sänger und singt weltliche und geistliche Musik aller Stilrichtungen und Epochen bis zu zeitgenössischer Chorliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts – über alle geografischen Grenzen hinweg. Die Mitglieder Gabi Albrecht, Joachim Sann und Jean Kleeb stellen in der hr2-Musikszene die engagierte Gruppe und das aktuelle Programm „Was Menschen bewegt“ vor.

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März 9th, 2019

Joern Hinkel, Intendant der Bad Hersfelder Festspiele

Es ist Joern Hinkels zweite Spielzeit als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Bevor er seine Arbeit dort begann, hatte der Berliner bereits zahlreiche Opern- und Theaterstücke inszeniert und Kurz- und Dokumentarfilme gedreht. Der Vorverkauf für die im Juli beginnenden Festspiele, die Theater, Musicals und Konzerte bieten, läuft bereits. Das Auftaktstück ist „Der Prozess“ nach Franz Kafka, das Joern Hinkel selbst inszeniert. Er konnte dafür Marianne Sägebrecht als Darstellerin gewinnen. Es ist nicht ihre erste gemeinsame Arbeit. Welche Erwartungen Joern Hinkel an sich selbst als Regisseur und an die kommenden Festspiele hat, das erzählt er im hr2-Kulturgespräch.

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März 9th, 2019

Die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann über die Rolle von Gefühlen beim Erinnern und Vergessen

Die Kulturwissenschaftlerin und Friedenspreisträgerin Aleida Assmann hat einen Aufsatz für den Katalog geschrieben, der die Ausstellung im Historischen Museum begleitet: „Das habe ich getan, sagt mein Gedächtnis. Das kann ich nicht getan haben, sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt das Gedächtnis nach“, zitiert sie darin Friedrich Nietzsche. Wie wichtig sind Gefühle, wenn es um das Erinnern geht?

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März 9th, 2019

Der Historiker Norbert Frei über seine Position gegen einen neu erstarkten Nationalismus

Verschiedene Historiker, darunter auch Norbert Frei, beziehen Position gegen einen neu erstarkten Nationalismus. In ihrem Buch „Zur rechten Zeit – Wider die Rückkehr des Nationalismus“ beschreiben sie, was das für unsere Demokratie bedeutet. Sie wenden sich gegen das Ziel der Rechten, sich der Geschichte der deutschen Freiheitsbewegung zu bemächtigen und sie ins Völkisch-Nationalistische zu verkürzen. Norbert Frei, der das Jena-Center Geschichte des 20. Jahrhundert leitet, stellt mit seinen Kollegen das Buch in Frankfurt und Bad Homburg vor. Welche Gefahren mit dem Nationalismus einhergehen, erläutert er in hr2-kultur.

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