Archiv für ‘Das aktuelle Kulturgespräch’

März 23rd, 2019

Filmregisseure Sue-Alice Okukubo und Eduard Zorzenoni über ihr Film-Essay „Near and Elsewhere“

In der Unübersichtlichkeit unserer Gegenwart suchen die Wiener Filmemacher Sue-Alice Okukubo und Eduard Zorzenoni nach Zukunftsvisionen, Hoffnungen oder sogar Utopien jenseits eines grenzenlosen Wachstums. Ihr Film-Essay „Near and Elsewhere“ bringt uns Antworten von sechs außergewöhnlichen ExpertInnen, darunter die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch, die Soziologin Elena Esposito, die Marsforscherin Christiane Heinicke sowie der Kulturwissenschaftler Joseph Vogl. Gemeinsam formulieren sie provokante und nachdenkliche Thesen für eine bessere Zukunft. hr2-Moderatorin Catherine Mundt sprach mit Sue-Alice Okukubo und Eduard Zorzenoni über ihr Projekt und über die Hoffnung, damit etwas verändern zu können.

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März 23rd, 2019

Kurator Wolfgang Voigt über die neue Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum

Frankfurt am Main avanciert in den 1920er Jahren zur archetypischen Metropole der Moderne. Im städtischen Auftrag leisten Architekten auf vielen Gebieten Pionierarbeit und bescherten der Stadt in den 1920er Jahren weltweit den Ruf als Hochburg der Moderne. Den entscheidenden Impuls gab das von Ernst May im Oktober 1925 publizierte Programm von 10.000 neu zu errichtenden Sozialwohnungen. Im Deutschenarchitektur Museum in Frankfurt wird im Rahmen des Bauhaus-Jubiläums dieser Zeit des Aufbruchs gedacht. Darüber sprach hr2-Moderator Christian Sprenger mit dem Kurator Wolfgang Voigt.

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März 21st, 2019

Schauspieler Michael Quast über seinen Mentor Wolfgang Deichsel

Der Theaterautor Wolfgang Deichsel galt als der „hessische Moliere“ – er wäre heute 80 Jahre alt geworden. Regisseur, Schauspieler und Komiker Michael Quast bezeichnet Deichsel quasi als Ziehvater. Immer wieder hat sich seine „Fliegende Volksbühne“ mit Deichsel und seinen Moliere-Adaptionen auseinander gesetzt. In diesem Jahr steht, zum 80. Geburtstag von Wolfgang Deichsel, eine Neuinszenierung von Deichsels überarbeitetem hessischen „Tartuffe“ auf dem Programm. hr2 Moderatorin Catherine Mundt sprach mit Michael Quast.

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März 21st, 2019

Benedikt Burkard vom Historischen Museum über die Tagung „Frankfurt und der Nationalssozialismus“

Im Jahr 2020 jährt sich das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft zum 75. Mal. Das Historische Museum Frankfurt wird dann die erste umfassende Ausstellung über die Zeit des Nationalsozialismus in Frankfurt eröffnen. Es überrascht, wie schnell und gründlich sich das zuvor so liberale und weltoffene Frankfurt unter seinem neuen Oberbürgermeister Friedrich Krebs der NS-Ideologie angeschlossen hat. Die Ausstellung will das lange gehegte Bild der Stadt als „widerständig“ hinterfragen und die Beteiligung der Bevölkerung Frankfurts, ihrer Verwaltung, Universität und Wirtschaft am nationalsozialistischen System verdeutlichen. Zur Vorbereitung der Ausstellung veranstaltet das Historische Museum Frankfurt eine Tagung, die Benedikt Burkard organisiert hat. Er spricht mit hr2-Moderatorin Catherine Mundt von den Zielen der Veranstaltung.

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März 21st, 2019

Autor Steven Uhly über seinen Roman „Den blinden Göttern“

Was ist wahr und was ist Fiktion? Mit dieser Frage beschäftigt sich der neue Roman „Den blinden Göttern“ von Steven Uhly. Darin geht es um den Buchhändler Friedrich Keller, dem von einem verwahrlosten Unbekannten ein Manuskript mit Gedichten zugespielt wird. Sofort ist er entzückt von der Dichtkunst des ihm unbekannten Dichters Radi Zeil. Als er ihn dann tatsächlich kennenlernt, verschwimmen die Identitäten beider Figuren. Uhly treibt ein riskantes Spiel mit dem Leser, der nun nach der Verlässlichkeit des Textes sucht. hr2-Moderator Christian Sprenger sprach mit Steven Uhly über Dichtkunst und seinen Roman „Den blinden Göttern“.

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März 19th, 2019

Autor Feridun Zaimoglu über sein Buch „Die Geschichte der Frau“

Mit seinem neuen Buch „Die Geschichte der Frau“ ist Feridun Zaimoglu nun zum 6. mal für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. „Der Kampf geht weiter!“, ruft einem Feridun Zaimoglu gerne mal zu, und sein neues Buch besiegelt es. Es ist ein literarischer Akt und ein feministisches Manifest. Das unverfrorene Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung – aus der Sicht der Frau. Der Autor lässt zehn außerordentliche Frauen zu Wort kommen vom Zeitalter der Heroen bis in die Gegenwart. hr2-Moderatorin Catherine Mundt sprach mit Feridun Zaimoglu.

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März 19th, 2019

Oliver Bottini, Krimiautor

Wiesbaden ist derzeit die Hauptstadt des Verbrechens, zumindest des literarischen Mord- und Totschlags. Im Wiesbadener Krimi- März pilgern Krimiliebhaber und Autoren in die Hessische Landeshauptstadt, so auch der Kriminalschriftsteller Oliver Bottini. Sein aktueller Krimi erzählt die Geschichte eines brutalen Mordes, der erst nach Rumänien führt, dann aber führt eine Spur nach Mecklenburg-Vorpommern. Von den Juroren des Deutschen Krimi Preises 2018 mit Platz 1 in der Kategorie „National“ ausgezeichnet, erzählt er von der Wirklichkeit der Globalisierung, vom Landraub der Agrarkonzerne und den einschneidenden Veränderungen in Europa nach 1989.Oliver Bottini, dessen Romane zum Teil schon verfilmt wurden, ist zu Gast im hr2-Kulturfrühstück. Er spricht über den Wiesbadener Krimimärz, sein aktuelles Buch und die Faszination daran, sich literarisch mit Dingen auseinanderzusetzen, denen man im wirklichen Leben am liebsten nicht begegnen möchte.

Oliver Bottinis Buchempfehlungen:

Jennifer Clement: Gebete für die Vermissten, Übers.: Nicolai von Schweder-Schreiner, Suhrkamp Verlag 2015
Christoph Ransmayr: Die letzte Welt, Fischer Verlag 1991
Christoph Ransmayr: Die Schrecken des Eises und der Finsternis, Fischer Verlag 1987

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März 19th, 2019

Die Regisseurin Birgitta Linde und die Sängerin Monica Ries über „Zarah Leander singt Lady Gaga“

Zarah Leander ist zurück – und zwar aus dem Reich der Toten. In „Zarah Leander singt Lady Gaga“ steht die Sängerin Monica Ries als Zombie-Zarah auf der Bühne des Stalburg Theaters in Frankfurt. Inszeniert wird sie von Birgitta Linde.
Beide sind zu Gast und erzählen im Aktuellen Kulturgespräch ausführlich, was uns erwartet: traurige Lieder, derer sich die untote Zarah annimmt und dem beglückenden Gefühl, wie schön gemeinsames Jammern sein kann. Oder – wie Birgitta Linde es nennt – wie es sich anfühlt im „glücklichen Stimmungstief“.

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März 16th, 2019

Schauspielerin Neda Rahmanian über ihre Rolle als Kommissarin Branka Maric

Als Kommissarin Branka Maric ist sie uns aus den „Kroatien-Krimis“ der ARD bekannt: die Schauspielerin Neda Rahmanian. Am 14. März ist die neue Folge zu sehen – unter dem Titel „Der Mädchenmörder von Krac“. Doch ab dem 16. März ist die iranisch-stämmige Schauspielerin auch mit „Maria Stuart“ beim Freien Schauspiel Frankfurt zu sehen. Sie spricht über das unterschiedliche Spiel auf der Theaterbühne und der TV- und Kino-Leinwand. Und über ihr spannendes Leben, das sie von Teheran nach Hamburg führte.

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März 16th, 2019

Michael Behrendt spricht über Tabubrüche in der Musik

Musik ist ein Spiegel des Lebensgefühls einer Generation. Künstler wie Boris Vian, Bill Haley oder Public Enemy verstörten mit ihren Texten. Rund 70 Hits aus den vergangenen 100 Jahren hat Michael Behrendt in seinem Buch mit dem Titel „Provokation!“ versammelt. Er geht den gezielten Tabubrüchen nach und erklärt wie und warum sie funktionieren. Welche Themen sind bis heute aktuell und wann ist die Grenzen der Kunstfreiheit überschritten?

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März 14th, 2019

Autor Micky Beisenherz spricht über sein neues Buch

„Dinge, von denen ich nichts verstehe, von denen ich aber trotzdem schreibe“ – Der Untertitel seines aktuellen Buches ist ein klarer Fall von understatement. Denn natürlich versteht Micky Beisenherz etwas von der bipolaren Insel Sylt, von Tätowierungen, der Diktatur der Dummen und von vielem mehr. Micky Beisenherz schreibt für die „heute-show“ und „Extra 3“ und er schreibt Kolumnen für den Stern, Kolumnen, die häufig das Zeug zum Aufreger haben.

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März 14th, 2019

Soziologe Armin Nassehi über kulturelle Differenzen in der Gesellschaft

„Gesellschaft verstehen“ das ist nicht nur ein Buchtitel des bekannten Soziologen Armin Nassehi, sondern die Grundlage seiner wissenschaftlichen Arbeiten. Der Herausgeber des Kursbuchs hat keine Angst vor der Widersprüchlichkeit unserer Gegenwart, ebenso wenig vor schwierigen Diskussionen, die daraus folgen.

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März 14th, 2019

Der Soziologe Heinz Bude über die Spaltung der Gesellschaft

Der Kasseler Soziologieprofessor Heinz Bude hat sich schon des öfteren mit dem Auseinanderdriften der Gesellschaft befasst. Mit denen, die sich bereits abgehängt fühlen und mit denen, die Angst davor haben abgehängt zu werden, von keinem sozialen Netz mehr aufgefangen zu werden, wenn denn mal was schief läuft. In seinem gerade erschienenen Buch befasst er sich mit einem möglich Gegenmittel gegen die Angst vor dem Absturz: die Solidarität.

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März 12th, 2019

Autorin Kia Vahland über ihre Künstlerbiografie „Leonardo da Vinci und die Frauen“

Leonardo da Vinci ist mit vielem aufgefallen: mit Geistesblitzen, Maschinenträumen, anatomischen Studien. Kia Vahland ist aber besonders fasziniert von seinen Gemälden von Frauen. Von der „Mona Lisa“ über die „Anna selbdritt“ bis zur „Dame mit dem Hermelin“. Diese Frauen sind selbstbewusst, zugewandt und zeigen komplexe Persönlichkeiten – so sieht es zumindest Kia Vahland.

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März 11th, 2019

Dota Kehr, Musikerin

Die Berliner Liedermacherin Dota Kehr schafft die gelungene Verbindung von Witz, Nachdenklichkeit und Gefühl. Deshalb ist Kehr, die als Straßenmusikerin mit dem Namen „Kleingeldprinzessin“ begann, schon seit Jahrzehnten beliebt und erfolgreich. Und weil ihre Texte kunstvoll verschlüsselt, aber manchmal auch entwaffnend direkt das Dasein erschließen, erhält sie heute (Sonntag 10.3.) den Deutschen Kleinkunstpreis. Über ihre Musik und ihre Texte sprach Dota Kehr in hr2.

Dota Kehrs Buchempfehlungen:
· Theodor Fontane: „Effi Briest“, Insel Verlag 2011
· Bernhard Schlink: „Olga“, Diogenes Verlag 2018
· Juli Zeh z.B.: „Neujahr“, Luchterhand Literaturverlag 2018
· Thomas Mann: „Der Tod in Venedig“, Fischer Verlag 1992
· Harper Lee: „Wer die Nachtigall stört …“, Übers.: Claire Malignon, rororo 2016
· Truman Capote: „Die Grasharfe“, Übers.: Annemarie Seidel, Friedrich Podszus, Suhrkamp Verlag 2017 & „Andere Stimmen, andere Räume“, Übers.: Heidi Zerning, Verlag Kein & Aber 2016
Peter Weiss: „Die Ästhetik des Widerstands“, Suhrkamp Verlag 2005

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März 11th, 2019

Dr. Michael Hohmann und Prof. Gerhard Müller-Hornbach über die Kammermusikreihe „Die Musik der Sprache“

Allein die Sprache ergibt durch unterschiedliche Tonhöhen und ihren Rhythmus Musik – und hier setzt die Kammermusikreihe in der Romanfabrik an, die den Einfluss der Sprachmelodie unterschiedlicher Sprachen auf Vertonungen deutlich macht.

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März 9th, 2019

Oberarzt David Prvulovic über Demenz, „die Hölle des Vergessens“

Sein Leben langsam vergessen, seine Fähigkeiten verlieren, im Endstadium die völlige Hilflosigkeit: Davor fürchten sich wohl die meisten.Im Rahmen unserer Gespräche über das Vergessen widmen wir uns dieser Krankheit und sprechen mit Dr. med David Prvulovic, dem Leiter der Gedächtnissprechstunde am Universitätsklinikum Frankfurt. Woran erkenne ich die Krankheit, welche Risikofaktoren gibt es und was kann ich dagegen tun?

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März 9th, 2019

Regisseur Veit Helmer über seinen Film „Vom Lokführer, der die Liebe suchte“

Der Autorenfilmer Veit Helmer liebt das Schweigen. Seit Beginn seiner Karriere dreht er Filme fast ohne Dialoge. Für seinen neuen Film „Vom Lokführer, der die Liebe suchte“ hat er Klangarchive durchforstet, um für seinen Film eine hochkünstlerischen Tonspur zu kreieren. In poetischen Bildern erzählt der Film die Geschichte eines Lokführers, der durch die Vorstädte der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku fährt und sich in eine Unbekannte verliebt.

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März 9th, 2019

Heinz Weiß, Prof. Dr. med.

Fluch des Nicht-Vergessen-Könnens | Gespräch mit Prof. Dr. med. Heinz Weiß, Leiter des medizinischen Schwerpunkts und Leiter der Ambulanz, Sigmund Freud Institut.
Das Vergessen hat keinen guten Ruf. Niemand will vergesslich sein und das krankhafte Vergessen – etwa bei der Demenz – erfüllt uns mit Schrecken. Aber das Vergessen kann auch heilsam sein. Diesem Aspekt widmen wir uns heute in einem Gespräch mit dem Leiter des medizinischen Schwerpunkts und der Ambulanz des Sigmund Freud Instituts, Prof. Dr. Heinz Weiß. Er spricht über die positiven Aspekte des Vergessens und den Fluch des Nicht-Vergessen-Könnens.

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März 9th, 2019

Autorin Dilek Güngör über ihren Roman „Ich bin Özlem“

„Meine Eltern kommen aus der Türkei“ – so beginnt Özlem jede Geschichte über sich selbst. Die junge Heldin aus Dilek Güngörs aktuellem Roman hat nichts so sehr geprägt, wie die eigene Herkunft. Aber ist es wirklich die Herkunft oder sind es die Zuschreibungen von außen, von Lehrern, Freunden und Nachbarn, die sie in ihren Lebensplänen so festgelegt haben? Als erwachsene Frau erst ahnt Özlem, wie sehr diese Erwartungen sie eingeschränkt haben… Dilek Güngör beschreibt, welche Kraft es kostet, sich in einer Gesellschaft zu behaupten, in der Zugehörigkeit, Identität und „wahre“ Herkunft eine entscheidende Rolle zu spielen scheinen.

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