23. November 2017

Stefan Trechsel über das Mladic-Urteil

Wird Ratko Mladic endgültig weggesperrt? Das UN-Kriegsverbrechertribunal hat den Hauptverantwortlichen des Massakers von Srebrenica zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Tagesgespräch bei Marc Lehmann ordnet der emeritierte Strafrechtsprofessor Stefan Trechsel das Urteil ein.«Der Schlächter vom Balkan» wurde er genannt, der serbische Ex-General Ratko Mladic. Ihm wird zur Last gelegt, für das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem 2. Weltkrieg verantwortlich zu sein. Mehr als 8000 Männer und Jugendliche wurden im Sommer 1995 in Srebrenica auf Befehl Mladics ermordet. Das Massaker wurde zum Symbol des Bosnienkriegs. 22 Jahre danach fällt das Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien sein letztes Urteil. Ist es nachvollziehbar? «Es ist ein gutes Urteil», sagt Trechsel. Und was hat das Haager Tribunal letztlich erreicht? «Schon die Einrichtung deses Tribunal ist ein Wunder, es glaubte niemand daran, dass es klappt. Es ist eine grossartige Leistung.» Stefan Trechsel war von 2005 bis 2013 Schweizer Richter am Jugoslawien-Tribunal. «Doch das Signal an die Welt wird nicht wahrgenommen oder kann leider kein Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhindern», so Trechsel. Zuvor präsidierte Trechsel, der frühere Strafrechtsprofessor in St. Gallen und Zürich, die Europäische Menschenrechtskommission.

Share
23. November 2017

Bundesrat Johann Schneider-Ammann am Digitaltag

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft fordert uns alle, auch den Bundesrat. Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, Bundesrat Johann Schneider-Ammann, ist Gast von Susanne Brunner.Im Jahr 2010 wurde Johann Schneider-Ammann in den Bundesrat gewählt. In der digitalen Welt war das das Jahr, in dem Apple den i-Pad vorstellte, Instagram lanciert wurde und in einem Spital in Montreal, Kanada, zwei Roboter namens McSleepy und DaVinci einem Patienten die Prostata entfernten. In der analogen Vorstellung sind sieben Jahre eine kurze Zeit, in der digitalen Welt schon fast eine Ewigkeit. Wie hat die Digitalisierung den Alltag des Bundesrats verändert? Wie will er mithelfen, die Weichen in unserem Land so zu stellen, dass möglichst viele mit der rasanten technologischen Entwicklung mithalten können? Das «Tagesgespräch» am Digitaltag kommt heute live vom Hauptbahnhof in Zürich.

Share
23. November 2017

Ein Hoch auf die schlechte Laune – Andrea Gerk

Die allzeit gute Laune heutiger Zwangsoptimisten ist auf Dauer ausgesprochen anstrengend und selten produktiv. Schlechte Laune dagegen hat jede Menge kreatives Potential. Meint Journalistin und Autorin Andrea Gerk.

Moderation: Ralph Erdenberger

Share
23. November 2017

Die Kunst des Skateboardens – Christoph Willow Wildgrube

Christoph Wildgrube ist einer der wenigen erfolgreichen deutschen Profi-Skateboarder, der es in die Topliga geschafft hat. Der Skater, den alle nur Willow nennen, ist heute Gast in der WDR 5 Redezeit. Moderation: Thomas Koch

Share
23. November 2017

Adel Tawil im Interview

Band oder Musiker, Schauspieler oder Comedians – sie sind bei uns im 1LIVE-Haus. Die Interviews könnt ihr euch hier anhören.

Share
23. November 2017

Philipp Poisel im Interview

Band oder Musiker, Schauspieler oder Comedians – sie sind bei uns im 1LIVE-Haus. Die Interviews könnt ihr euch hier anhören.

Share
23. November 2017

RIN im Interview

Band oder Musiker, Schauspieler oder Comedians – sie sind bei uns im 1LIVE-Haus. Die Interviews könnt ihr euch hier anhören.

Share
23. November 2017

Milky Chance im Interview

Band oder Musiker, Schauspieler oder Comedians – sie sind bei uns im 1LIVE-Haus. Die Interviews könnt ihr euch hier anhören.

Share
23. November 2017

SWR2 Zeitgenossen: Roberto Simanowski, Literatur- und Medienwissenschafler

Soziale Medien wie Facebook sind für Roberto Simanowski Sozialisationsinstanzen, die zu einem neuen Verhalten disziplinieren. Sie verändern nicht nur unseren Begriff von Freundschaft, sondern auch unseren Umgang mit uns selbst. Zum Beispiel, indem man die eigene Biografie inszeniert oder vor dem Moment flieht, indem man ihn ständig digital festhält und mitteilt. Vor allem aber ermöglichen Soziale Medien wie Facebook seiner Meinung nach die absolute Zerstreuung und animieren zu permanenten Like-Dislike-Ja-Nein-Entscheidungen. Dennoch benutzt auch der Literatur- und Medienwissenschaftler Roberto Simanowski, der zurzeit in Hong Kong lehrt, privat Facebook: „Allerdings nicht für Foodies“.

Share
23. November 2017

Der Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin, Günter Nooke, CDU

im Interview mit Florian Rudolph | Im SWR-Tagesgespräch äußert Nooke Zweifel, dass es nach dem Ende der Herrschaft Mugabes in Simbabwe einen wirklichen Neuanfang gibt. Jetzt sei auch die EU gefordert, deutlich zu machen, dass sie ein „Weiter so“ nicht hinnimmt.

Share
23. November 2017

Reinhold Messner, Bergsteiger

Kämpft für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und ist längst seine eigene Legende. | Er bezeichnet sein Leben als ein Leben am Limit. Reinhold Messner hat als erster Mensch alle vierzehn Achttausender bestiegen und den Mount Everest im Alleingang ohne zusätzlichen Sauerstoff. Er durchquerte die Antarktis und Grönland zu Fuß. Er erlebte Triumphe und Tragödien, wie den Tod seines Bruders am Nanga Parbat. Der Extrembergsteiger, Filmemacher und Autor kämpft heute für einen ökologisch nachhaltigen Umgang mit der Natur, bewirtschaftet Bergbauernhöfe und gestaltet sein Bergmuseum, das Messner Mountain Museum, mit seinen sechs Standorten.

Share
23. November 2017

Angela Kane, Diplomatin

„Man kann seine Arbeit besser machen, wenn man nicht im Rampenlicht steht!“, sagt Angela Kane, die bei den Vereinten Nationen eine Karriere gemacht hat wie keine Deutsche vor ihr. Sie arbeitete unter anderem in Indonesien, Thailand, El Salvador und Nicaragua. Sie war zeitweise Vorgesetzte von mehr als 40 000 Mitarbeitern und verwaltete einen Etat von mehr als 5 Milliarden Dollar. Zuletzt war sie Hohe Repräsentantin der UNO für Abrüstungsfragen und verhandelte 2013 mit der syrischen Regierung wegen des mutmaßlichen Einsatzes von Giftgas.

Share
23. November 2017

Lasse Matthiessen

Es sind diese zutiefst aufrichtigen, durchtriebenen wie erhabenen, bittersüßen Symphonien, die der dänische Musiker Lasse Matthiessen gefühlvoll und zerbrechlich, aber auch ungestüm und zwingend zum Ausdruck und nicht selten zum Explodieren bringt. Eine Wandelbarkeit mit Sinn für das Essentielle, die immer wieder Betonung findet. Erinnert sein zuletzt erschienenes Album „Wildfires“ noch an cineastischen Rock mit Kammerfolk-Einschlag, wagt Matthiessen sich auf neues Terrain, hin zum Leader einer Band, die große Inszenierungen geradezu herausfordert. Was auf „Wildfires“ bereits seinen Anfang fand, wird nun weiter ausgebaut und spiegelt sich in vielen seiner neuen Songs wieder.

Share
23. November 2017

Rodrigo González

Der Bassist der Ärzte berichtet über seine Mitarbeit an dem Dokumentarfilm „El Viaje“, einem Film über die Protestmusikkultur in Chile in der Vergangenheit und Gegenwart.

Share
23. November 2017

Manfred Maurenbrecher im Gespräch

Für immer Geheimtipp – diese Beschreibung passt gut zu dem Berliner Liedermacher Manfred Maurenbrecher. Seit beinahe 40 Jahren schreibt er Lieder und Beobachtungen auf.

Share
23. November 2017

Lucie Veith – vom Bundesverband Intersexuelle Menschen

Wer weder Mann noch Frau ist, passt in keine Schublade. Viele Behörden in Deutschland wollten das bisher nicht akzeptieren. Jetzt aber hat das Bundesverfassungsgericht entschieden: Ein drittes Geschlecht muss anerkannt werden – für alle, die weder Mann noch Frau sind. Oder aber das Geschlecht eines Menschen darf gar nicht mehr registriert werden. Viele der geschätzt 160.000 Intersexuellen in Deutschland freuen sich über diese Entscheidung. Was bedeutet das für sie? Und was bedeutet es für den Rest der Gesellschaft? Darüber hat Christoph Scheffer mit Lucie Veith vom Bundesverband Intersexuelle Menschen gesprochen.

Share
23. November 2017

Am Tisch mit Martin Lutz, "Bach-Erklärer"

Noch als Student der Musikwissenschaft tritt Martin Lutz 1972 mit 22 Jahren eine Kantorenstelle an und übernimmt die Leitung eines Chors. Heute ist er 67 und leitet diesen Chor noch immer.

Share
23. November 2017

Am Tisch mit Barbara Rütting, "Unverbesserliche Weltverbesserin"

Sie hat es wieder getan. Sie ist wieder in eine Partei eingetreten. Seit Januar ist die 89-Jährige Mitglied der V-Partei, der Partei für Veränderung, Vegetarismus und Veganismus, und belegt den zweiten Listenplatz.

Share
23. November 2017

Zu Gast war Kuratorin Ellen Strittmatter

Samuel Beckett reiste seit 1928 regelmäßig nach Deutschland, wohl wegen seiner in Kassel lebenden Cousine Peggy, die es ihm angetan hatte. Sogar ein halbes Jahr lang reiste er durch Nazi-Deutschland und interessierte sich hier vor allem für Bücher, Theater, Musik und Bildende Kunst. Sogar die Gurlitt-Sammlung hat er damals gesehen. Jetzt sind seine bislang unveröffentlichten Tagebücher in einer Ausstellung im Literaturarchiv Marbach zu sehen. Wir sprachen im hr2-Kulturcafé mit der Kuratorin Ellen Strittmatter über die Notizen, die Beckett über seine Zeit in Nazi-Deutschland in seine Tagebücher schrieb, über seine Verbindung zu Siegfried Unseld und den Suhrkamp-Verlag und sein Interesse an der deutschen Kultur und Sprache.

Share
23. November 2017

Zu Gast war die Schauspielerin und Musikerin Sabine Fischmann

Sabine Fischmann ist Pianistin, singt Chansons, war Mitglied des Neuen Frankfurter Schulorchesters und schafft es Musik und Schauspiel mit viel Humor gehaltvoll zu verbinden: ob in der „Kleinkunst-Version“ von Johann Strauss‘ „Fledermaus“, Mozarts „Don Giovanni“ oder Bizets „Carmen“. Jetzt wagt sie sich mit ihrem „Holzhausenquartett“ an Shakespeares Komödie „Viel Lärm um nichts“. In dem Kammermusical treibt Amor sein Spiel mit zwei Liebespaaren, die zu Liedern aus der Shakespeare-Zeit und Chorgesang in zeitgemäßer Sprache wirren und flirten. Sabine Fischmann zu Gast im hr2-Kulturcafe, im Gespräch über die besondere Art ihrer Bühnenkunst.

Share