27. Juli 2017

Von Breaking News zu Fake News: Vom Umgang mit der Wahrheit

Viele Journalisten arbeiten heute unter enormem Zeitdruck. Ins Thema einlesen, mit Informanten und Insidern sprechen, bevor man an die Medienorientierung geht – bei vielen liegt das nicht mehr drin, denn Medienhäuser sparen und arbeiten mit einem minimalen Journalistenbestand.In diesem neuen Umfeld können PR- und Politikberater mehr Einfluss nehmen auf die Berichterstattung. Indirekt, denn sie arbeiten im Verborgenen. Einer von ihnen ist der Politikberater Urs Wasserfallen. Gestern beteuerte er, Ethik sei ihm sehr wohl wichtig. Und die Wählerinnen und Wähler nehme er sehr ernst. Trotzdem: wie hat es der Spin-Doctor mit der Wahrheit?

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27. Juli 2017

Von Breaking News zu Fake News: PR und Ethik – ein Widerspruch?

Urs Wasserfallen: In den letzten 20 Jahren hatte er bei rund 100 Abstimmungen die Finger im Spiel, lenkte hinter den Kulissen mit, belieferte bürgerliche Politiker mit Argumenten. Vom FDP-Gemeinderat über Zürcher Kantonsräte bis hin zu National- und Ständeraten.Wer Urs Wasserfallen engagierte, bekam stich- und hiebfeste Argumente.Der ehemalige Journalist und Programmleiter von Radio Z wirkt jetzt beim Unternehmen Communicators. Als Spindoctor und als Politik-Berater bringt er zum Beispiel Argumente im Sinne des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse unter die Leute, er lenkt hinter den Kulissen, wie sich das der Gewerbeverband wünscht oder der Hauseigentümerverband.

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27. Juli 2017

Kunst in der Kirche – Anna Skriver

Anna Skriver sitzt oft wochenlang auf einem hohen Gerüst direkt unterm Deckengewölbe einer Kirche und taucht ein in die Kunst- und Glaubenswelt des Mittelalter. Sie ist Restauratorin und hat in Kunstgeschichte promoviert. Moderation: Achim Schmitz-Forte

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27. Juli 2017

Angst erlauben und aushalten

Dr. Kristina Brode hat mehr als 30 Jahren lang tausende KrebspatientInnen als Psychoonkologin begleitet. „Keine Angst vor der Angst“ ist ihre Devise. Moderation: Thomas Koch

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27. Juli 2017

SWR2 Zeitgenossen: André Heller, Künstler

Der 70-jährige Künstler André Heller lebt abwechselnd in seiner Heimatstadt Wien, in Marrakesch und „auf Reisen“. Und die führen ihn vornehmlich dorthin, wo sein aktueller Roman „Das Buch vom Süden“ spielt. Ansonsten interviewt er für seine nächste Publikation seine mittlerweile 102-jährige Mutter. Vor kurzem rief er eine Bürgermeisterkonferenz ins Leben, um den Flüchtlingen, die in Österreich gestrandet sind, eine neue Heimat zu organisieren.

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27. Juli 2017

Alexander Graf Lambsdorff (FDP), Vizepräsi. des EU-Parl. zu EU-Polen

Interview mit Mirjam Meinhardt | Im SWR-Tagesgespräch mit Mirjam Meinhardt erklärte deVizepräsident des EU-Parlaments Lambsdorff (FDP), derzeit sei ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen nicht nötig, die Sanktionsdrohungen der EU hätten Wirkung gezeigt.

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27. Juli 2017

Michael Cramer (Grüne), MdEP/Verkehrsausschuss zu Kartellvorwürfe Autohersteller

Interview mit Mirjam Meinhardt | Im SWR-Tagesgespräch mit Mirjam Meinhardt kritisiert der EU-Verkehrspolitiker Cramer, durch die möglicherweise illegalen Absprachen deutscher Autohersteller sei „Made in Germany“ zur schlechten Nachricht geworden.

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27. Juli 2017

Christian Zott, Unternehmer und Kunstliebhabe

Mit 27 gründet Christian Zott seine erste Firma und wird ein erfolgreicher Unternehmer. Er verdient Millionen damit, Lieferketten und Logistik großer Konzerne zu optimieren. Mit Anfang 50 dann der Bruch und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Zott steigt aus und beginnt mit seiner Wanderung: 5000 Kilometer vom äußersten Westen Portugals bis zum Bosporus im Osten. Danach beginnt er, in München Philosophie zu studieren. Und er plant verschiedene Kunstprojekte, unter anderem eine Wanderausstellung mit dem weltbekannten Kunstmaler und Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi.

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27. Juli 2017

Holger Schmidt und Stefan Schölermann, Journalisten

Die schweren Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg haben die Aufmerksamkeit auf eine Szene gelenkt, die lange wenig Beachtung fand: Gewaltbereite und gewalttätige linksautonome Gruppen und Gruppierungen. Wie ist diese Szene organisiert? Mit welcher Taktik geht sie vor? Welche internationalen Vernetzungen gibt es? Gibt es ein Unterstützer-Umfeld? Und wie sollten Politik und Polizei reagieren? Fragen an und Antworten von den beiden ARD-Extremismus-Experten Holger Schmidt (SWR) und Stefan Schölermann (NDR).

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27. Juli 2017

Am Tisch mit Sabine von Bebenburg, "Netzwerkerin"

Sabine von Bebenburg ist eine Netzwerkerin wie sie im Buche steht: Sie ist Geschäftsführerin des Verbands KulturRegion FrankfurtRheinMain und setzt sich in dieser Funktion für die kulturelle Zusammenarbeit im Rhein-Main-Gebiet ein.

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27. Juli 2017

Am Tisch mit Johannes Martin Kränzle, "Beckmesser"

In der neuen Inszenierung der Bayreuther Festspiele von Wagners „Meistersingern“ singt Johannes Martin Kränzle den Sixtus Beckmesser. Vor zwei Jahren sah es um den heute 55-jährigen Bariton gar nicht gut aus: MDS, eine schlimme und seltene Erkrankung des Knochenmarks, ließ ihn um sein Leben fürchten.

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27. Juli 2017

Zu Gast: Astrid Jacobs, Kulturführerin

Astrid Jacobs ist Inhaberin einer Agentur für Kultur-Veranstaltungen – und sie macht mit Begeisterung Führungen im Freien. Da geht es zum Beispiel in diesem Sommer zu „Reimers Garten“ nach Bad Homburg, wo die Besucher Geschichten, wunderbare Einbauten und Blicke vom Wingertsberg bis nach Frankfurt erwarten. Auch ein Besuch in der Villa Rothschild steht auf ihrem Programm: Die Rothschilds bitten zum Tee, zu hören sind Familien- und Parkgeschichten. Auf ihrem Programm sind diesmal auch Projekte bei der Kultur Region Rhein-Main. Auf der Route der Industriekultur geht es unter anderem zum Campus Riedberg Frankfurt. Wir sprechen mit Astrid Jacobs über die Kunst der guten Kultur-Führung und herausragende Sommerprojekte.

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27. Juli 2017

NSU-Prozess – Plädoyer für den Plädoyer-Mitschnitt

Der Bundesanwalt Herbert Diemer (l-r), Oberstaatsanwältin Anette Greger und Bundesanwalt Jochen Weingarten stehen am 25.07.2017 im Gerichtssaal in München (Bayern) an ihrem Platz. Vor dem Oberlandesgericht wurde der Prozess um die Morde und Terroranschläge des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) fortgesetzt. (dpa / Peter Kneffel)In deutschen Gerichtssälen gilt das gesprochene Wort: Mitgeschnitten wird grundsätzlich nicht. Mit Beginn der Plädoyers beim NSU-Prozess ist die Debatte um Sinn und Unsinn dieser Regelung wieder entflammt. Rechtsexperte Udo Vetter hält das Mitschnittverbot für veraltet.

Udo Vetter im Gespräch mit Vladimir Balzer und Axel Rahmlow
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 31.01.2018 17:09
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27. Juli 2017

Demonstrationen gegen die Justizreform – Polens Jugend entdeckt den Protest

Demonstranten halten am 23.7.2017 vor dem Präsidentenpalast in Warschau Poster mit der Aufschrift "Verfassung" (auf Polnisch) in die Höhe. (AFP / Janek Skarzynski)Staatspräsident Duda weigert sich, ein umstrittenes Gesetz zur polnischen Justizreform zu unterzeichnen: Das sei auch ein Erfolg der friedlichen Proteste, meint Dieter Bingen, Direktor des Deutschen Polen-Instituts. Neu daran: auch die Jungen gehen auf die Straße.

Dieter Bingen im Gespräch mit Christine Watty
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 31.01.2018 06:36
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27. Juli 2017

Koskys "Meistersinger" in Bayreuth – "Das deutscheste von allen Wagner-Stücken"

Der Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky, steht am 14.07.2017 in Bayreuth (Bayern) vor dem Festspielhaus. Der Australier führt bei den diesjährigen Bayreuther Festspielen Regie in einer Neuinszenierung der Richard-Wagner-Oper "Die Meistersinger von Nürnberg". (picture alliance / dpa / Daniel Karmann)Mit den „Meistersingern“ inszeniere er das „deutscheste von allen Wagner-Stücken“, sagt Barrie Kosky vor der Premiere zum Festspielauftakt in Bayreuth. Allerdings gehe es in der Oper nur um Richard Wagners Idee von deutscher Identität, erläutert der australische Regisseur.

Barrie Kosky im Gespräch mit Rainer Pöllmann
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 31.01.2018 05:46
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27. Juli 2017

Peter Breuer (Ballettdirektor, Choreograf) – 26.07.2017

Peter Breuer war ein fulminanter Tänzer, seine Sprungkraft war legendär. Er schaffte 16 Pirouetten am Stück – andere Profitänzer liegen bei etwa sechs. Der gebürtige Tegernseer wollte eigentlich Archäologe werden. Denn sein Vater, ein Pianist, hatte ihm davon abgeraten, einen Beruf zu ergreifen, in dem er in so großem Maße von seinem Körper abhängig ist. Ihm selbst wurde die Hand zertrümmert, nachdem er sich weigerte, für Nazi-Größen zu spielen. Als Peter Breuer aber mit neun Jahren eine Tanz-Aufführung sah, war es um ihn geschehen. Nach nur wenigen Monaten Ballettunterricht stand für ihn fest: „Ich will Tänzer werden!“. In der Schule wurde er als der Junge in Strumpfhosen verspottet. Doch Peter Breuer ließ sich davon nicht unterkriegen. Er trainierte vier Stunden am Tag. Mit 15 bekam er seinen ersten Vertrag als Gruppentänzer an der Bayerischen Staatsoper. Als Solist tanzte er mit allen berühmten Ballerinen auf zahlreichen großen Bühnen wie in London, New York oder Berlin. Mit 42 Jahren beendete er seine aktive Karriere. Danach wurde er Ballettdirektor und Choreograf am Salzburger Landestheater. Auch mit 70 Jahren lebt Peter Breuer immer noch für den Tanz. Ruhestand scheint ihm völlig absurd: „Tanz bedeutet für mich alles. Für mich ist es ein Genuss, zu tanzen und zu choreografieren.“

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27. Juli 2017

Patricia Blanco, Reality-TV-Star – 25.07.2017

Als Tochter des Schlagerstars Roberto Blanco stand Patricia immer unter besonderer Beobachtung. Die Kindheit im schönen Rahmen in München-Waldtrudering war nicht leicht. Sie war viel alleine und träumte von einer eigenen Karriere als Schauspielerin oder Sängerin. Zunächst absolvierte sie eine Ausbildung im Hotel, jobbte und versuchte nebenbei im Showbiz Fuß zu fassen. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Auftritte in Reality-Shows wie „Big Brother“, dem Dschungelcamp oder „Die Auswanderer“. Schon als Teenager hatte sie Figurprobleme, war in Abnehmkliniken und kämpfte mit dem Jo-Jo-Effekt. Vor eineinhalb Jahren begann ihre „Verwandlung“: Sie nahm 60 Kilo ab, unterzog sich einer schmerzhaften Body-Lift-Operation, ließ sich die Nase operieren und sieht nun aus wie ein völlig neuer Mensch. Seit sechs Jahren lebt Patricia in Südfrankreich. Sie fühlt sich endlich angekommen und will weiter an ihrem Erfolg arbeiten: Sie hat einen Song herausgebracht und nächstes Jahr will sie Schauspielunterricht in den USA nehmen. Die 46-Jährige bekommt viel Häme und Kritik, aber sie bleibt zuversichtlich und sagt: „Ich bin eine Überlebenskünstlerin!“

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27. Juli 2017

Katharina Ebel, Nothilfekoordinatorin – 26.07.2017

„Mein Job ist es, Dinge zu ändern. Bei den Kindern anzufangen und ihnen vorzuleben, wie es anders geht.“ Katharina Ebel ist 37 Jahre alt und war schon in unzähligen Krisengebieten dieser Erde. Moderation: Achim Bogdahn

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27. Juli 2017

Ariela Bogenberger, Drehbuchautorin – 25.07.2017

Für „Marias letzte Reise“, einen Fernsehfilm über die letzten Tage einer krebskranken Bäuerin, bekam sie als Drehbuchautorin 2005 ihren ersten Grimme-Preis. Schon damals führte Ariela Bogenberger ein Doppelleben als erfolgreiche Drehbuchautorin für den BR und als Mitglied einer Sekte. Moderation: Norbert Joa

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26. Juli 2017

Direktorin des Wiener Burgtheaters Karin Bergmann

Sie ist die erste Frau auf dem Chefsessel der Burg, 238 Jahre nach der Gründung des Theaters, das eines der größten Sprechtheater Europas und zugleich österreichisches Nationalheiligtum ist. Karin Bergmann ist da nichts heilig und sie fürchtet auch vor nichts und niemandem. – Moderation: Karla Engelhard

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